Alina

mf – Für unsere Kyra musste eine Gefährtin her – so viel war klar. Nur wo auf die Schnelle eine etwa gleichaltrige und charakterlich passende Wohnungskatze finden, die noch dazu nichts gegen einen Hund einzuwenden hatte?

In Tierheimen hätten wir da wohl ewig suchen müssen. Aber wozu gab es unseren Robin, der uns auch „von oben“ immer mit Rat und Tat zur Seite stand? Wochenlang signalisierte er mir, dass es zu früh für eine zweite Katze wäre. Und dann plötzlich kam der Befehl: „Jetzt musst du suchen!“ Wo, das sagte er leider nicht. Ich telefonierte daraufhin aufs Geratewohl mit ein paar Züchtern und erhielt schließlich von einem eine Telefonnummer von einer seiner Kolleginnen, von der er wusste, dass sie Kastraten abzugeben hätte. Ich nahm sofort Kontakt auf und bekam ein paar Fotos geschickt. Gleich das erste hat mich angesprungen, und ich wusste, dass es diese Katze sein müsse. … weiterlesen

Kyra

mf – Nach Robins Tod war es für mich zunächst unvorstellbar, wieder eine Katze zu haben. Ich entsinne mich, dass ich zwei Tage später zu Besuch bei einer Familie mit drei Samtpfoten war. Ich war innerlich wie tot und hatte null Interesse an den drei süßen Tieren.
Aber Robin wäre nicht Robin, wenn er nicht genau gewusst hätte, was seine “Mami” braucht. Drei Tage nach seinem Abschied hörte ich seine Stimme: „Schau auf die Homepage vom Tierheim!“ … weiterlesen

Rattenscharf

Der Satz „sie freut sich ganz arg, sie kann es nur nicht so zeigen“ hätte heute Nacht bei mir Anwendung finden können. Als ich gegen drei Uhr morgens in die Küche tappte, um einen Schluck Wasser zu trinken, fand ich dort ein ganz tolles Geschenk meines Katers: eine riesige Ratte. Ich quiekte hellauf vor Begeisterung, aber böswillige Zeitgenossen hätten das auch als Schreckensschrei interpretieren können.

Völlig zu Unrecht natürlich. Meine Freude war so groß, dass ich sie sogar unbedingt teilen wollte. Normalerweise behalte ich meine Geschenke gerne für mich, aber dieses rattenscharfe Teil wollte ich meinem Mann nicht vorenthalten. Vor allem das Erlebnis, dass das Monstrum bei dem Versuch, es zu entsorgen, ganz plötzlich wieder lebendig werden könnte, stellte ich mir zu zweit einfach netter vor. … weiterlesen

Hundeweihnacht!

Hundeweihnacht

Weihnacht ist ein schöner Tag,
den ich ganz besonders mag,
Da gibt es ein feines Essen,
und der Hund wird nicht vergessen!

Hab‘ den Braten schon gerochen –
vielleicht gibt‘s auch einen Knochen!
Hmm, das duftet super toll!
Sicher wird mein Bauch heut‘ voll.

Die Menschen machen sich Geschenke
und wenn ich es so bedenke,
ist für mich auch was dabei…
Ein neues Spielzeug – oder zwei?

Mein alter Ball ist längst zerbissen
und mein Knuddeltier zerrissen.
Da müsste mal was Neues her,
darüber freute ich mich sehr.

Nur, dass der Baum (mit Klunkern voll)
nicht angepinkelt werden soll,
das finde ich ein bisschen dumm.
Wozu steht er sonst herum?

Auch die Kerzen, die schneeweißen
wären so schön zum zerbeißen.
Doch da heißt es „Hasso, aus!
Sonst fliegst du zum Zimmer raus!“

Also lasse ich es halt,
das ist höhere Gewalt.
Dafür gibt es ja bald Kuchen,
und den will ich gern versuchen.

Auch Plätzchen, diese runden, süßen
würden mich jetzt nicht verdrießen.
Doch die Würstchen heute Abend
finde ich besonders labend.

Ja, Weihnacht ist ein schöner Tag
wie ihn jeder Hund gern mag.
Nur eines find‘ ich doof, echt wahr:
Er ist einmal nur im Jahr.

Monika Falck


Text und Foto/©: Monika Falck, Lizenz: CC-BY-NC

Katzenmusik!

Katzenmusik

„Schatz, ich hörte über‘s Christkind,
dass es manchmal „Mäuse“ bringt!
Doch es scheint zuvor ganz dringend,
dass man ein Weihnachtsliedchen singt.

Kater, komm, lass uns probieren
ein paar Strophen im Duett!
Ich denk‘ mir, solch ein Musizieren
klingt auch für unsere Menschen nett!“

„Frau, ich bin grad viel zu träge,
und Dein Gemaunze ist ein Graus;
denn du tönst wie eine Säge!
So vertreibst du jede Maus.“

Monika Falck


Text und Foto/©: Monika Falck, Lizenz: CC-BY-NC

Entspannung mit Tieren…..

von Monika Falck

Heute Mittag wollte ich mir mal ausgiebig Zeit für Entspannung nehmen. Also auf meinem Bett bequem gemacht, MP3-Player an, Ohrstöpsel rein, eine schöne Meditation ausgewählt und – aaahh, herrlich.

Es dauerte keine zwei Minuten, da flog meine Türe mit Getöse auf, der Hund tapste ins Zimmer, schmiss sich lautstark auf meinen Laminatboden und begann zu schnarchen. Na gut. Wieder reinfinden in die Meditation und gaaaanz ruhig werden…. … weiterlesen

Mach mal die Fliege

mf – Ich liebe alle Tiere, und ich freue mich, wenn sie zu mir kommen. Doch halt – stimmt das wirklich? Ich gebe es ja nur ungern zu, aber auf die Gesellschaft von diesen fiesen kleinen Stechmücken, die einen mit ihrem Bssss in den Wahnsinn treiben, könnte ich verzichten. Und auch ganz normale Stubenfliegen, die die Angewohnheit haben, immer mit Gebrumm um meinen Kopf zu schwirren, lösen oft eher unfreundliche Gedanken in mir aus.

Deshalb habe ich vor meinem Schlafzimmerfenster ein Fliegengitter. Damit erst gar keine tierfeindlichen Gefühle aufkommen können. Trotzdem hat sich doch neulich so ein Biest klammheimlich eingeschlichen. Ich war gerade am Einschlafen, da hörte ich es: Brrrrr, Bssss, Brrrrr – ziemlich laut und ziemlich dicht über meinem Kopf. Ich knipste das Licht wieder an und da sah ich sie: ein wahres Monstrum von einer Schmeißfliege, dick und fett und kohlrabenschwarz. „Mach bloß die Fliege“, knurrte ich. Das tat sie aber nicht. Brrrr, Bssss, Brrrr. Es ist mir ja megapeinlich, aber ich war drauf und dran, in die Küche zu gehen und nach einer Mückenpatsche zu suchen. Natürlich wollte ich den nächtlichen Störenfried nicht ins Jenseits befördern, nur so ein bisschen ausknocken und dann in die Freiheit entlassen.

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