Petition: Export von lebenden Eseln nach China stoppen!

PETA meldete:

Mit der Petition kann man sich an den australischen Premierminister Scott Morrison wenden und ihn auffordern, den Export von lebenden Eseln nach China zu verbieten! Australien soll die grausame Ejiao-Industrie nicht unterstützen. 

Ejiao gilt als traditionelle chinesische „Medizin“ – ist jedoch nichts anderes als zu Gelatine verkochte Eselhaut, für die unzählige Esel unvorstellbare Qualen erleiden und getötet werden. Leider ist die Nachfrage nach Ejiao in einigen Teilen der Welt so groß, dass sogar Esel aus dem Ausland nach China exportiert werden – auch aus Australien.

PETA bittet darum:

Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass Esel so schrecklich in dieser grausamen Industrie leiden. Viele wissen nicht einmal, dass diese Industrie überhaupt existiert. Bitte teilen Sie unsere Informationen und das Video mit anderen und unterschreiben Sie die Petition an den Premierminister von Australien Scott Morrison, um den Export von lebenden Eseln nach China zu verbieten. Wie oben bereits erwähnt, denkt Australien darüber nach, den Lebendexporthandel zu erschließen. Quelle: https://www.peta.de/themen/eselhaut/

  zur Petition

 

Trotz EU-Verbot: Mehr Tierversuche für Kosmetik

Tierschutzorganisationen rufen zur Unterzeichnung der EU-Bürgerinitiative für ein tierversuchsfreies Europa auf

Mitteilung: Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

Vor neun Jahren trat das EU-weite Vermarktungsverbot für in Tierversuchen getesteter Kosmetika in Kraft. Damals galt das Verbot als Meilenstein. Doch der Bundesverband Menschen für Tierrechte und seine europäischen Partnerorganisationen haben wenig Grund zum Feiern, denn die aktuelle Chemikalienverordnung unterläuft das Verbot. Dies könnte dazu führen, dass sich die Zahl der Tierversuche in der EU massiv erhöht. Gemeinsam rufen die Tierschutzorganisationen deswegen dazu auf, jetzt die aktuelle EU-Bürgerinitiative (EBI) für ein tierversuchsfreies Europa zu unterschreiben. … weiterlesen

Bäume rufen Vögel und räuberische Insekten um Hilfe

Chemische „Hilferufe“ von Bäumen erstmals in natürlichem Lebensraum nachgewiesen

Bericht: Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Leipzig/Jena. Waldbäume senden bei Befall durch Raupen und andere Pflanzenfresser Duftstoffe aus. Damit locken sie räuberische Insekten und sogar Vögel an und befreien sich so von ihren Plagegeistern. Was bislang nur in Labor- oder Gartenexperimenten nachgewiesen worden war, konnten Forschende unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Leipzig nun erstmals in einem natürlichen Lebensraum zeigen – im 40 Meter hohen Kronendach des Leipziger Auwaldes. Die chemischen Hilferufe sind so wirksam, dass sie die Zusammensetzung der Insektengemeinschaft im Blätterdach maßgeblich bestimmen. Dieses Wissen könnte künftig für die natürliche Schädlingsbekämpfung in Land- und Forstwirtschaft genutzt werden, schreiben die Forschenden im Fachmagazin Ecology Letters. … weiterlesen

Empfindsame Elefantenrüssel

Elefanten haben einen stark spezialisierten Tastsinn. Das bestätigte eine Forschungsarbeit, die die Sensorik von Elefanten untersuchte und die am 20. Januar 2022 in Current Biology erscheint

Bericht: Humboldt-Universität zu Berlin

Tierarten leben in sehr unterschiedlichen sensorischen Welten. Entscheidend ist dabei, welche Sinneseindrücke für das jeweilige Überleben entscheidend sind. Solche unterschiedlichen Spezialisierungen des Tastsinnes sind häufig bereits in den sensorischen Nerven der Tiere sichtbar. Forscher der Humboldt-Universität zu Berlin und des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IWZ) untersuchten in ihrer Studie die sensorischen Nerven von Elefanten.

Die zwei Trigeminalganglien (Nervenknoten) der Elefanten, deren Nervenzellen die vom Rüssel aufgenommenen Reize weiterleiten, wiegen je etwa 50 g. Zusammengenommen sind sie damit schwerer als das Gehirn eines mittelgroßen Affen.
Die Nerven für den Tastsinn, die den Rüssel mit dem Gehirn verbinden, sind zusammen dicker als das Rückenmark des Elefanten. Das heißt, die „Anbindung“ des Rüssels an das Nervensystem ist umfangreicher als die Verbindungen des Gehirns zum (gesamten) Rest des Elefantenkörpers.
Der Nerv für den Tastsinn des Rüssels ist dreimal dicker als der optische Nerv, der visuelle Informationen überträgt, und sogar sechsmal dicker als der Hörnerv.

Professor Michael Brecht, der die Untersuchung leitete: „Der Rüsseltastsinn der Elefanten ist sehr beeindruckend und wahrscheinlich weit wichtiger für die Tiere, als bisher bekannt. Tatsächlich berühren Elefanten ihre Umwelt dauernd mit ihrem Rüssel.“

Publikation
Purkart, L., Tuff, J., Shah M., Kaufmann, L. V., Altringer, C., Maier, E., Schneeweiß, U., Tunckol, E., Eigen, L., Holtze, S.,  Fritsch,  G., Hildebrandt, T. & Brecht, M.  Trigeminal Ganglion and Sensory Nerves Suggest Tactile Specialization of Elephants. Current Biology, in press (2022).


19.1.2022
Humboldt-Universität zu Berlin
www.hu-berlin.de
Image by mordilla-net from Pixabay

 

Versuchstierzahlen 2020: Trotz Rückgang keine Trendwende in Sicht

Mitteilung: menschen für tierrechte e.V.
 
Die Zahl der im Tierversuch leidenden Tiere ist 2020 mit knapp 2 Mio. (1.899.880) um 8,8 Prozent zurückgegangen. Doch dies ist kein Grund zur Freude. Denn 2020 wurden mehr Versuchsvorhaben beantragt als 2019. Der Rückgang geht höchstwahrscheinlich auf Corona-Beschränkungen in den Laboren zurück. Nach Ansicht des Tierrechtsverbandes besteht die Gefahr, dass die aufgeschobenen Tierversuche nachgeholt werden. Die Zahlen wurden in diesem Jahr erstmals vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) herausgegeben werden. … weiterlesen

Hunde unterscheiden zwischen absichtlichem und unabsichtlichem Verhalten

Studie aus Göttingen und Jena

Bericht: Georg-August-Universität Göttingen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen und vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte Jena haben verglichen, wie Hunde auf absichtliches und unabsichtliches Verhalten von Menschen reagieren. Sie fanden heraus, dass Hunde deutlich zwischen absichtlichem und unabsichtlichem Verhalten unterscheiden. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Scientific Reports erschienen. … weiterlesen

Hunde als „Gedankenleser“

Bericht: Veterinärmedizinische Universität Wien

Dass Hunde vielfach als der „beste Freund des Menschen“ bezeichnet werden, ist bekannt. Eine soeben erschienene Studie des Clever Dog Labs an der Vetmeduni Vienna zeigt nun anhand eines Verhaltenstests erstmals, dass dies längst nicht alles ist. Demnach sind Hunde in gewisser Weise in der Lage, die Gedanken von Menschen zu „erraten“. Mit diesem „False Belief“-Verständnis wären die Hunde im Tierreich nicht nur der beste, sondern auch der verständnisvollste Freund des Menschen. … weiterlesen