Der Wald als Gesundheitsressource

Berichtt: Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Wie tragen Wälder zu unserem Wohlbefinden bei? Dieser Frage geht ein Team um den Würzburger Geografen Joachim Rathmann nach. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt.

Es ist heiß, von oben brennt die Sonne, Asphalt und Fassaden kesseln die Wärme förmlich ein. Dazu kommen Menschenmengen, Verkehrslärm und Hektik – ein Sommertag in der Stadt. Im krassen Kontrast dazu steht der Wald: Ruhe, kühler Schatten, statt Autos und Stimmengewirr hört man Vogelgezwitscher und den Wind in den Bäumen.

Aus Japan schwappt schon seit einigen Jahren ein Trend gen Westen, der genau auf diesen Gegensätzen aufbaut: das Waldbaden. Gemeint ist damit das bewusste Erleben der Natur mit den Zielen Erholung und Entschleunigung.

Studien belegen, dass dahinter mehr steckt als rein subjektive Empfindungen. Mit den gesundheitlichen Aspekten von Naturlandschaften befasst sich auch Joachim Rathmann, der seit Mai 2022 an der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über drei Jahre gefördertes Projekt zu dem Thema leitet: Gesundheitsrelevante Effekte verschiedener urbaner Waldstrukturen. … weiterlesen

Trotz Fortschritten nur zehn Prozent der deutschen Gewässer ökologisch intakt

Mitteilung von Umweltbundesamt und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz

Alle sechs Jahre werden in Deutschland aktuelle Planungen für die Verbesserung des Zustands der Gewässer in einer Broschüre „Die Wasserrahmenrichtlinie. Gewässer in Deutschland 2021. Fortschritte und Herausforderungen“ veröffentlicht. Aktuell sind nur knapp zehn Prozent der Flüsse, Seen und Küstengewässer in gutem ökologischen Zustand. Das ist zwar eine leichte Verbesserung gegenüber 2015, stellt Deutschland aber weiter vor große Herausforderungen. Positiv ist, dass die chemischen Belastungen im Grundwasser insgesamt leicht zurückgegangen sind. Allerdings musste jeder fünfte Grundwasserkörper in Deutschland weiterhin wegen zu hoher Nitratwerte als schlecht bewertet werden. Diese Belastung stammt vor allem aus der Landwirtschaft. Insgesamt hat sich der Zustand vieler Gewässer in den vergangenen Jahren in einzelnen Aspekten verbessert. Sie sind aber noch nicht im guten Zustand. Nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie sollen die Gewässer bis 2027 chemisch, ökologisch und – beim Grundwasser – auch in der verfügbaren Menge „gut“ sein. … weiterlesen

„Das Herrentier: Herkunft und Zukunft der Menschheit“

Richard David Precht sprach anlässlich des zehnjährigen Sendungsjubiläums mit Jane Goodall. Die englische Verhaltensforscherin begann in den 1960er Jahren, das Verhalten von Schimpansen zu erforschen.
Goddall erzählt vom Leben der Schimpansen und über die ungewisse Zukunft der Menschheit. Schimpansen sind in ihrem Überleben gefährdet und die Zeit, die dem Menschen bleibt, scheint auch begrenzt zu sein.

„Heute drohen nicht nur die letzten Reservate für Menschenaffen und andere Wildtiere in erschreckender Geschwindigkeit zu verschwinden. Und wenn die Industrieländer weiter wie bisher den Planeten ausbeuten, könnte er in 100 Jahren auch für die Menschen unbewohnbar werden.“

Das fast 54 Minuten lange, beeindruckende Gespräch ist 15.09.2025 auf 3sat abrufbar. Sehens- und hörenswert!

zum Film auf 3sat

Oder-Fischsterben: Eingeleitetes Salz führte zur Massenvermehrung giftiger Alge

Expertenbericht geht von menschengemachter Umweltkatastrophe aus

Mitteilung: Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt

Die wahrscheinlichste Ursache für das Fischsterben in der Oder ist ein sprunghaft gestiegener Salzgehalt, der gemeinsam mit weiteren Faktoren für eine massive Vermehrung einer für Fische giftigen Brackwasseralge geführt hat. Das geht aus dem Bericht der deutschen Expertengruppe hervor, der heute veröffentlicht wurde. Die Brackwasseralge Prymnesium parvum erzeugt eine giftige Substanz, die für Fische und andere Wasserorganismen tödlich ist. Gleichzeitig mussten die Experten mangels verfügbarer Informationen offenlassen, was die Ursache für den unnatürlich hohen Salzgehalt war. Unklar ist auch, wie die Brackwasseralge, die normalerweise in Küstengewässern vorkommt, ins Binnenland geraten ist. Die Ergebnisse des polnischen Berichts wurden gestern in Warschau vorgestellt.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Das Fischsterben in Oder ist eine gravierende Umweltkatastrophe. Sie wurde durch menschliche Aktivitäten verursacht, das ist ein zentrales Ergebnis der Untersuchungen: Salzeinleitungen sind nach Ansicht der Fachleute die Ursache für das Fischsterben. Der hohe Salzgehalt in der Oder und weitere Faktoren führten zu einer massiven Vermehrung einer Brackwasseralge. Das Gift dieser Alge war für die Fische tödlich. Diese verheerende Wirkungskette ist für die Fachleute am wahrscheinlichsten. Dennoch bleiben Fragen offen. Neben der Ermittlung der Ursachen steht vor allem die Regeneration der Oder im Vordergrund. Das Bundesumweltministerium wird betroffene Regionen unterstützen, z. B. um alle Umweltschäden zu analysieren und die Renaturierung voranzutreiben. Ausbaumaßnahmen an der Oder stehen einer erfolgreichen Regeneration entgegen. Daher suche ich den Austausch mit meiner polnischen Kollegin, um für dieses Verständnis zu werben und um gemeinsame nächste Schritte zu vereinbaren. Mit der Überarbeitung des Warn- und Alarmplans für die Oder wurde bereits begonnen. Klar ist auch: Das Fischsterben ist nicht nur ein Problem der Oder. Angesichts der Klimakrise ist ernsthaft zu prüfen, was wir unseren Flüssen in Zukunft noch zumuten können. Wir müssen die Einleitungen von Stoffen, z. B. aus Kläranlagen, in Flüsse überprüfen und reduzieren. Das werde ich mit den Bundesländern im November diskutieren.“ … weiterlesen

Umweltinstitut kritisiert verlängerte EU-Zulassung für hochgefährliche Pestizide als unverantwortlich

Mitteilung: Umweltinstitut München e.V.

Brüssel/München, 22. Juli 2022. Die EU-Mitgliedstaaten haben sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass die Zulassung von 14 Pestizidwirkstoffen verlängert wird. Diese sind so gefährlich, dass sie durch weniger giftige Stoffe ersetzt werden müssten. Das Umweltinstitut München bezeichnet die Entscheidung als unverantwortlich und kritisiert, dass die deutschen Vertreter:innen des Umwelt- und des Landwirtschaftsministeriums dieser Verlängerung zugestimmt haben. Beide Ministerien werden von Grünen geführt. … weiterlesen

Prominente Unterstützung für die Weltkorallenriffkonferenz in Bremen

Bericht: Universität Bremen

„Wir müssen die Korallenriffe schützen, damit sie uns schützen“ sagte Bundesumweltministerin Steffi Lemke auf der Pressekonferenz des International Coral Reef Symposiums (ICRS). Damit nahm Steffi Lemke Bezug auf eine der wichtigsten Ökosystemleistungen der Korallenriffe. Sie sind unverzichtbar für den Schutz der Küsten, denn sie reduzieren die Kraft der Wellen um etwa 90 Prozent. Abdulla Naseer, der Umweltminister der Malediven, der ebenfalls zur Konferenz angereist war: „Die Sache ist ganz einfach. Keine Korallenriffe, keine Malediven.“ Küstenschutz ist für alle Inselstaaten und Küstenregionen der Tropen elementar. Das Sterben der Korallenriffe ist für alle Bewohner dieser Gebiete eine existenzielle Bedrohung.  … weiterlesen

„40 tote Kühe – Zwangsabschaltung in Frankreich“

Das Magazin diagnose:funk berichtete von einem Gerichtsurteil des Verwaltungsgerichts in Clermont-Ferrand, das eine zweimonatige vorübergehende Abschaltung einer 4G-Antenne angeordnet hat:

40 tote Kühe – Zwangsabschaltung in Frankreich
Gericht ordnet 2 Monate Abschaltung einer Sendeanlage nach 40 toten Kühen und stark reduzierter Milchleistung an Den ganzen Text lesen