Hund sexuell missbraucht

Tierquälerin aus dem Landkreis Alzey-Worms zu Geldstrafe in Höhe von 600 Euro verurteilt – PETA erstattete Strafanzeige

Landkreis Alzey-Worms / Stuttgart, 29. September 2020 – Anfang 2018 ließ ein Whistleblower PETA Material zukommen, das zeigt, wie Nadja W. aus dem rheinland-pfälzischen Landkreis Alzey-Worms mindestens einen Hund sexuell missbrauchte und unter anderem dazu zwang, sie oral zu befriedigen. Da die Angeklagte nicht zur heutigen Hauptverhandlung erschien, bestätigte das Amtsgericht Worms einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Mainz. Damit wurde die Täterin zu 40 Tagessätzen à 15 Euro und somit zu einer Geldstrafe von insgesamt 600 Euro verurteilt (Aktenzeichen 11 Cs 3100 Js 2524/18). PETA hatte wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und der Verbreitung tierpornografischer Videos umgehend nach Erhalt des Materials Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Mainz erstattet. Die Tierrechtsorganisation begrüßt das Urteil, fordert jedoch, Fälle von Zoophilie konsequenter zu verfolgen. … weiterlesen

Herbstzeit ist Fellwechselzeit

 PETAs Tipps für eine unterstützende Fellpflege bei Hund und Katze

Mitteilung: PETA

Stuttgart – Die Tage werden kürzer, das Winterfell kommt: Kleine Haaransammlungen auf Teppichen und Liegeplätzen zeigen es –  langsam beginnt bei Hund und Katze der Fellwechsel. Ausgelöst wird dieser hormonell gesteuerte Vorgang bei Tieren durch die sich verändernden Temperaturen und Tageslichtlängen im Frühjahr und im Herbst. Der Fellwechsel dauert etwa 6 bis 8 Wochen, in denen der tierische Organismus auf Hochtouren läuft und Tierhalter vermehrt lose Haare zu beseitigen haben. Eine unterstützende Fellpflege kann der Flusen-Schwemme jedoch gezielt entgegenwirken und insbesondere langhaarigen Tieren helfen. Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA, hat einige Tipps zusammengestellt, die Hund, Katze und Halter die Zeit des Fellwechsels erleichtern. … weiterlesen

VIER PFOTEN Statement zum Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland

Afrikanische Schweinepest wirft erneut Systemfrage auf – Exportorientierung kommt Gesellschaft und Tiere teuer zu stehen

Hamburg – Wegen eines mit der Afrikanischen Schweinepest infizierten Wildschweinkadavers im Kreis Spree-Neiße in Brandenburg fürchtet die Fleischindustrie um ihr Exportgeschäft außerhalb der EU. VIER PFOTEN kritisiert die bisher nur auf Exportausfälle fokussierte Debatte. … weiterlesen

Bekämpfung von Ratten führt zur Belastung von Fischen

Rattengift in der Kanalisation verursacht weiträumige Gewässerbelastung

Rattengift, das in der kommunalen Kanalisation eingesetzt wird, gelangt in Gewässer und reichert sich dann in der Leber von Fischen an. Dies zeigt ein aktuelles Forschungsprojekt im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA). Die in den Rattenködern enthaltenen Wirkstoffe werden in den Kläranlagen nicht vollständig abgebaut und gelangen so in die Flüsse. Dabei gelten rechtsverbindliche Vorgaben, die einen Kontakt der Köder mit dem Abwasser untersagen. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamts: „Städte und Kommunen müssen bei der chemischen Rattenbekämpfung die Vorgaben zum Gewässerschutz einhalten. Es gibt bereits zahlreiche innovative Lösungen, wie dies umgesetzt werden kann, beispielsweise durch spezielle Köderschutzstationen. Die Fische in unseren Flüssen dürfen nicht weiterhin zum ungewollten Ziel von Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen werden.“ … weiterlesen

VIER PFOTEN warnt vor Qualzucht bei Hunden

Beliebte Trendrassen leiden oft unter genetischen Störungen

Hamburg – Immer außergewöhnlicher, immer niedlicher sollen viele Hunde aussehen. Doch obgleich bestimmte ästhetische Merkmale wie eine flache Schnauze bekanntermaßen mit gesundheitlichen Problemen einhergehen, liegen Rassen wie Französische Bulldogge und Mops im Trend. VIER PFOTEN Heimtierexpertin Sarah Ross betont, dass viele Hunde für ihr Aussehen leiden müssen. Wer kein Tierleid fördern will, sollte sich bewusst gegen Tiere mit Qualzucht-Merkmalen entscheiden. … weiterlesen

“Nach derzeitigem Kenntnisstand ist auszuschließen, dass das Virus auf Haustiere übertragen wird”

Virologe Thomas Vahlenkamp über mögliche Gefahren für Haustiere und ihre Besitzer in der Corona-Krise

Mitteilung: Uni Leipzig

Können sich Haustiere mit dem Coronavirus infizieren? Es gibt entsprechende Berichte aus China und Belgien. Prof. Dr. Dr. Thomas Vahlenkamp (56), der Direktor des Instituts für Virologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig, gibt im Interview Antwort auf diese und andere Fragen, die Tierhalter in Zeiten der Corona-Krise beschäftigen. … weiterlesen

Tipps für einen stressfreien Silvesterabend mit Hund

Mitteilung: Veterinärmedizinische Universität Wien

Alle Jahre wieder: Böller, Kracher und Raketen gehören für viele Menschen zum Jahreswechsel dazu. Doch lautes Zischen, Knallen und grelle Lichter bedeuten für Hunde einen immensen Stressfaktor. Die Reaktionen der Vierbeiner reichen dann von Unruhe bis hin zu Panikreaktionen. Um bei Hunden die Stressbelastung zu Silvester so gering wie möglich zu halten, eignen sich Maßnahmen für den Akutfall. Mit Entspannungstraining und Desensibilisierung kann man dem Jahreswechsel langfristig entgegenblicken.

Kurzfristige Maßnahmen

Durch Vermeiden bzw. Minimieren der Angstauslöser kann der Silvesterstress reduziert werden:

  • Fenster und Vorhänge/Außenjalousien sollten geschlossen bleiben.
  • Am besten in den ruhigsten Räumen der Wohnung/des Hauses aufhalten.
  • Hintergrundgeräusche wie Fernseher oder Radio sorgen für Ablenkung.
  • Tieren sollte der Zugang zu Verstecken und zu Vertrauenspersonen (passive Sicherheit) erlaubt werden.
  • Beruhigende Worte und langsames Streicheln sind erlaubt – jedoch nicht im Übermaß. Ruhe und Entspannung sollen im Vordergrund stehen.
  • Sofern das Tragen bereits vorab erfolgreich antrainiert worden ist, können „Calming Caps“, „Doggles“ oder „Mutt Muffs“ als Sicht- oder Gehörschutz verwendet werden.

Hunde generell nicht zu Feuerwerken mitnehmen – auch wenn es davor nie Probleme gegeben hat. Knallkörper, die z.B. unbeabsichtigt neben dem Hund explodieren, können ein Trauma und Panikreaktionen auslösen!


Gassi-Runde zu Silvester/Neujahr

  • Die meisten Feuerwerke werden bei Dunkelheit gezündet, deshalb: Letzte Runde deutlich vor Mitternacht bzw. idealerweise auch vor Einbruch der Dunkelheit drehen bzw. dann wieder (je nach Bedarf) in den frühen Morgenstunden.
  • Hunde konsequent angeleint lassen! Idealerweise mit der Leine sowohl am Halsband als auch am Brustgeschirr sichern, um Verletzungen durch plötzliche Fluchtversuche zu vermeiden.
  • Besonders in den Morgenstunden auf herumliegende Glassplitter und Feuerwerkskörperreste achten, um Verletzungen bzw. einer unbeabsichtigten Aufnahme vorzubeugen.

Langfristige  Maßnahmen   

Langfristig eigenen sich Therapiemaßnahmen, um die Angst vor Silvesterkrach zu reduzieren:

  • Desensibilisierung bzw. Gewöhnen an Geräusche: Gewöhnung durch Vorspielen von Silvestergeräuschen (CDs oder YouTube, anfangs sehr leise, die Lautstärke nur langsam steigern, ohne dass der Hund dabei ängstlich wird)
  • Gegenkonditionierung: Lernen, Feuerwerk mit etwas Positivem zu verbinden, wie etwa Spiel oder Futter
  • Entspannungstraining: Situationen, in denen Hunde entspannt sind, konsequent mit einem Signal („Entspannungswort/-ton“) oder einer Belohnung verbinden – dieses Signal kann in einer Stress- oder Angstsituation die Anspannung des Hundes reduzieren.

Langfristige Therapien sollten einige Monate im Voraus gestartet werden. Erste Erfolge zeigen sich dann bereits innerhalb kurzer Zeit!


18.12.2019
Mag. Nina Grötschl

Wissenschaftskommunikation / Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna)
www.vetmeduni.ac.at