Rabenkrähen können lernen, Werkzeug zielgerichtet einzusetzen

Forschungsteam der Universität Tübingen zeigt im Experiment, wie Krähen lernen, ein Stäbchen präzise im Schnabel zu führen, um damit an Futter zu gelangen

Bericht: Eberhard Karls Universität Tübingen

Durch gezieltes Training können heimische Rabenkrähen lernen, ein Stäbchen zum Heranholen von Futter einzusetzen. Mit zunehmender Übung beweisen sie dabei einerseits großes Geschick und kommen mit wenigen Schritten an ihr Ziel; andererseits reagieren sie flexibel auf abweichende Bedingungen im Experiment. Das haben Dr. Felix Moll, Julius Würzler und Professor Andreas Nieder vom Institut für Neurobiologie der Universität Tübingen in Verhaltensversuchen mit zahmen Vögeln festgestellt. In der freien Wildbahn ist der Werkzeuggebrauch bei Rabenkrähen nicht bekannt. Die Forscher gehen allerdings davon aus, dass bereits ein geringer Evolutionsdruck ausreichen würde, dass sie solche Fähigkeiten auch ohne spezielles Training entwickelten. Ihre Studie wurde in der Fachzeitschrift Current Biology veröffentlicht. … weiterlesen

Madagaskar: Bewahrt Lemuren vor dem Abbau Seltener Erden

Rettet den Regenwald e.V. hat eine Petition gegen den Abbau Seltener Erden und zum Schutz der Natur in Madagaskar gestartet:

In Madagaskars Untergrund schlummern Rohstoffe, nach denen die Europäische Union lechzt: Seltene Erden, Graphit und weitere Materialien. Sie werden von der EU als kritisch für Energiewende, Digitalisierung und Militär betrachtet. Doch der Abbau führt zu Menschenrechtsverletzungen und Naturzerstörung. Das müssen wir stoppen.

Unsere Forderung
An:
Präsident von Madagaskar Andry Rajoelina, Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen

„Wahren Sie beim Abbau Seltener Erden die Menschenrechte und schützen Sie die Natur.“

Das ganze Anschreiben lesen und Petition unterschreiben

 

Bild von Martin auf Pixabay

 

Leise Helfer für mehr Biodiversität

Zum Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai: Schafe pflegen naturnah den Campus der Universität Augsburg

Mitteilung: Universität Augsburg

Seit Anfang Mai sind sie wieder da: die Schafe auf dem Campus der Universität Augsburg. Ob wie aktuell im Park zwischen Gebäude D und der Hannah-Arendt-Straße oder auf der Uni-Heide – ruhig und unauffällig leisten sie einen wertvollen Beitrag zur naturnahen Pflege der Rasenflächen. Effizienter als Maschinen fördern sie Artenvielfalt, halten Lebensräume offen und machen Biodiversität im Alltag erfahrbar. Zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai steht das Projekt exemplarisch für den ökologischen Wandel zwischen Hörsälen und Wiesen.

„Die Schafbeweidung ist inzwischen schon eine kleine Tradition an der Universität“, sagt Prof. Dr. Jens Soentgen, Leiter des Wissenschaftszentrums Umwelt (WZU). „Seit acht Jahren arbeiten wir mit unseren Partnern erfolgreich zusammen – für mehr Artenvielfalt, ökologische Bildung und eine lebendige Universität im Einklang mit der Natur.“ … weiterlesen

Tipps fürs Tier: Bienengesundheit

Bericht: Veterinärmedizinische Universität Wien

Viele (Hobby-)Imker:innen plagen Sorgen, wenn sie nach der Winterpause ihre Bienenstöcke sichten und tote Bienen, lückenhafte Brutflächen oder löchrige Zelldeckel vorfinden. In verlustreichen Jahren wird rasch vom „Bienensterben“ gesprochen, für das meist keine einzelne Ursache ausgemacht werden kann. In Kombination mit klimatischen Ursachen und gelegentlich unsachgemäßer Pestizidausbringung (Neonicotinoide) sind vor allem infektiöse Bienenkrankheiten dafür verantwortlich. Am verlustreichsten ist der Befall mit der Varroamilbe. … weiterlesen

Nicht nur zu Spritzphasen: Pestizidmischungen das ganze Jahr über in Böden und Pflanzen präsent

Bericht: Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau

Chemisch-synthetische Pestizide werden in der konventionellen Landwirtschaft in verschiedenen Kulturen wie im Ackerbau, Gemüseanbau oder Weinbau eingesetzt. Eine aktuell im Fachmagazin „Scientific Reports“ veröffentlichte Studie der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) hat die Pestizidbelastung erstmals im Jahresverlauf untersucht. Sie zeigt, dass Stoffe nicht nur während der Spritzphasen in den Feldern nachweisbar sind, sondern ganzjährig und auch auf angrenzenden Wiesen. Die Auswirkungen dieser chronisch nachgewiesenen komplexen Pestizidmischungen auf die Umwelt sind bislang nicht ausreichend untersucht und könnten erheblich sein. … weiterlesen

Der Maulwurf: Ein unterirdischer Gast

So können Mensch und Maulwurf friedlich zusammenleben

Bericht: Vier Pfoten e.V.

Klein, aber oho: Bis zu sechs Kilogramm Erde bewegt der europäische Maulwurf pro Stunde und sorgt damit in heimischen Gärten nicht nur für Bewunderung, sondern auch für Diskussionen. Denn nicht alle Gartenbesitzer:innen freuen sich über die so entstehenden Erdhügel. Eva Lindenschmidt, Diplom-Biologin und Wildtierexpertin in der TIERART Wildtierstation von VIER PFOTEN, gibt Tipps, wie Mensch und Maulwurf harmonisch zusammenleben können.

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Von Crashtests, Notbremsassistenten und Nachtfahrverboten: Wie automatisiertes Rasenmähen igelsicher wird

Nächtliche Kollisionen mit Mährobotern sind ein ernstzunehmendes Tier- und Artenschutzproblem für Igel, die häufig schwere bis tödliche Verletzungen davontragen. Um den Betrieb der automatischen Rasenmäher igelsicher zu machen, entwickeln das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW), die Crashtest-Spezialfirma CTS und das Computermagazin c’t spezielle Igel-Dummies und standardisierte Tests zur Vermeidung der fatalen Kollisionen. … weiterlesen