Stellungnahme: Tierquälerische Haltungsformen müssen klar gekennzeichnet werden

Menschen für Tierrechte hat gemeinsam mit zwei anderen Tierschutzverbänden eine ausführliche Stellungnahme zur Änderung der geplanten Tierhaltungskennzeichnung abgegeben. Diese soll Verbraucherinnen ab 2027 darüber informieren, wie die Tiere gehalten wurden und dazu beitragen, den Wandel der Tierhaltung hin zu artgerechteren Haltungsformen voranzutreiben. Aus Sicht der Tierschutzorganisationen wird die Kennzeichnung diesem Anspruch nicht gerecht. Es fehlt ein Gesamtkonzept für den Umbau der Tierhaltung und die klare Benennung tierquälerischer Haltungsformen. Um die Tierhaltung umzubauen, müssten die untersten Haltungsstufen perspektivisch ganz auslaufen. … weiterlesen

Haustiere ausschließlich aus vertrauenswürdigen Quellen beziehen

Bericht: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

BVL rät dringend vom Kauf illegal eingeführter Hunde und Katzen ab

Anlässlich des Tages „Liebe dein Haustier“, der jährlich am 20. Februar begangen wird, rät das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) dringend vom Kauf illegal nach Deutschland eingeführter Hunde und Katzen ab. Um wirkungsvoller dagegen vorgehen zu können, arbeitet das BVL seit Oktober 2024 mit seinen europäischen Partnerbehörden im Pet Animals Network (PAN) zusammen. Im Jahr 2025 haben die am PAN teilnehmenden Behörden 594 Meldungen erstellt, um Gesundheits- und Tierschutzprobleme sowie grenzüberschreitende, illegale Handlungen beim Handel mit Hunden und Katzen zu melden.
Von den 594 PAN-Meldungen stammen 161 aus Deutschland. Die Verstöße betreffen hauptsächlich die unklare Herkunft, den fehlenden Tollwutschutz, fehlende oder gefälschte Heimtierausweise, die Einfuhr von Hunden mit kupierten Ohren und Ruten aus Drittländern sowie den Transport von zu jungen Tieren.

Bei 94 Meldungen, die von Behörden anderer EU-Staaten erstellt wurden, wurde Deutschland hinzugezogen. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Informationen zu gefälschten Laborergebnissen zur Tollwut-Antikörperbestimmung, um Erkenntnisse über Tiere, die am geplanten Bestimmungsort nicht angekommen sind oder um Hinweise zu fehlenden Gesundheitsbescheinigungen oder Heimtierausweisen. … weiterlesen

Videoüberwachung in Schlachthöfen wird verpflichtend

Stellungnahme des Tierschutznetzwerks Kräfte bündeln zur Videoüberwachung in Schlachthöfen
Der große Wurf oder doch eher Symbolpolitik?

Bericht: Menschen für Tierrechte

Die anhaltende Debatte um Videoüberwachung in Schlachthöfen ist vor allem ein Symptom politischen Versagens. Schlachthöfe sind sensible Bereiche. Seit Jahren werden gravierende Missstände und tierschutzrechtliche Verstöße in Schlachthöfen aufgedeckt und öffentlich gemacht. Das gilt für alle Bereiche – von der Anlieferung der Tiere über die Betäubung bis hin zur Schlachtung, d.h. bis zur eigentlichen Tötung durch Blutentzug. Auch beim reinen Umgang mit den Tieren kommt es regelmäßig zu Handlungen, die massiv gegen das Tierschutzgesetz bzw. gegen die Tierschutz -Schlachtverordnung verstoßen. Und dennoch weigern sich Landwirtschaftsministerinnen und Landwirtschaftsminister auf Bundes- und Landesebene bis heute, verbindliche und flächendeckende Konsequenzen zu ziehen. Offensichtlich trauen sich die politischen Entscheider nicht, gegen den massiven Druck der Fleischwirtschaftslobby Maßnahmen durchzusetzen. … weiterlesen

Historischer Meilenstein: EU-Parlament beschließt Ende von Tierversuchen für Reinigungsmittel

Hersteller müssen tierversuchsfreie Tests anwenden

Das Europäische Parlament hat einen entscheidenden Sieg für den Tierschutz und die moderne Wissenschaft errungen. Mit der am 20.01.2026 verabschiedeten Überarbeitung der EU-Detergenzienverordnung wird ein umfassendes Verbot von Tierversuchen für Wasch- und Reinigungsmittel sowie deren Inhaltsstoffe eingeführt. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) begrüßt diesen Schritt als längst überfälligen Systemwechsel hin zu einer sicheren, humanrelevanten Testung.

Bisher mussten unzählige Tiere in qualvollen Tests für die Zulassung von Haushaltschemikalien leiden. Das neue Verbot stellt sicher, dass für Endprodukte ab 2029 keine Tierversuche mehr durchgeführt werden dürfen. Besonders bedeutsam: Auch für einzelne Inhaltsstoffe gilt nun das strikte Gebot, auf tierversuchsfreie Methoden zurückzugreifen – ein Prinzip, das den Weg für eine vollständig tierfreie Sicherheitsbewertung ebnet. … weiterlesen

Appell an Landwirtschaftsminister Rainer: Mehr als 350 Tierärzte fordern Ende der tierquälerischen Anbindehaltung

Im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche in Berlin haben mehr als 350 Tierärzt:innen ein rasches und verbindliches Ende der tierquälerischen Anbindehaltung bei Rindern und Milchkühen gefordert. Die Praxis beschneide massiv die Bewegungsfreiheit der Tiere und führe nachweislich zu physischen und psychischen Belastungen, heißt es in einem offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Die Anbindehaltung sei „aus tierärztlicher Sicht nicht vertretbar“. … weiterlesen

Versuchstierzahlen: Trotz Rückgang keine Entwarnung

Bericht: Menschen für Tierrechte

Das Deutsche Zentrum zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R) hat gestern die Versuchstierzahlen für das Vorjahr veröffentlicht (1). Im Jahr 2024 wurden danach über drei Mio. Tiere im Zusammenhang mit Tierversuchen getötet. Dies entspricht einem Rückgang von 14 Prozent. Die sinkenden Zahlen entlassen die Bundesregierung jedoch nicht aus der Pflicht, die hohe Zahl der Tiere, die in Versuchen leiden und sterben, weiter zu reduzieren. Die dafür nötige Reduktionsstrategie liegt längst vor. Schwarz-Rot muss sie dringend umsetzen.

Von den insgesamt 3.037.828 Tieren, die im Zusammenhang mit Tierversuchen getötet wurden, wurden 1.302.190 Tiere direkt in Tierversuchen eingesetzt. Hinzu kommen 626.538 Tötungen zur Entnahme von Geweben oder Organen und 1.109.100 Tiere, die als sogenannte Überschusstiere getötet wurden. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies insgesamt einem Rückgang um rund 14 Prozent. … weiterlesen

„Wieder ein Todestransport auf dem Mittelmeer“

Am 9.12.2025 veröffentlichte Daniela Gschweng im Schweizer Magazin „Infosperber“ einen sehr belastenden Bericht über einen katastrophalen Viehtransport. Im Vorspann heißt es dazu :

„Qualvolle Zustände auf einem Viehtransportschiff kosteten im November vielen Rindern das Leben. Weil sich niemand zuständig fühlte.“

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