Tierversuchszahlen gehen in die Höhe

Ärzteverein sieht Notwendigkeit zum Paradigmenwechsel hin zu tierversuchsfreier Forschung

Bericht: Ärzte gegen Tierversuche e.V.

2.902.348 Tiere mussten im Jahr 2019 für die tierexperimentelle Forschung herhalten und damit 77.282 Tiere mehr als im Jahr zuvor. Das geht aus der am 8.12. vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) veröffentlichten Tierversuchsstatistik hervor. Der Verein Ärzte gegen Tierversuche bezeichnet die erneut steigenden Tierversuchszahlen als „in höchstem Maß alarmierend“ und fordert von der Politik einen umgehenden Paradigmenwechsel hin zu tierversuchsfreier Forschung.

Von den 2,9 Millionen Tieren wurden 2.202.592 in Versuchen eingesetzt und 699.756 Tiere wurden zu wissenschaftlichen Zwecken wie zur Organentnahme direkt getötet. Doch auch für die in Versuchen verwendeten Tiere steht am Ende fast immer der Tod. Rund 50.000 wurden zum wiederholten Mal verwendet. Ärzte gegen Tierversuche kritisiert, dass das BMEL nur die 2,2 Millionen als Tierversuchszahl angibt und damit die tatsächliche Zahl der Tiere, die in der tierexperimentellen Forschung leiden und sterben, verschleiert und herunterspielt. Hinzu kommen die Tiere, die in der offiziellen Statistik gar nicht erst erfasst werden, wie sogenannte Ausschuss- oder Vorratstiere, die mangels Verwendung einfach getötet werden. … weiterlesen

Breites Bündnis von Tier- und Naturschutzorganisationen kritisiert geplante Verschlechterungen des Tierschutzes in der Jagd

Mitteilung: Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

Ein breites Bündnis von Tier- und Naturschutzorganisationen lehnt den vorliegenden Entwurf zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes ab. Aus Sicht der Verbände ist der Entwurf in vielen Punkten tierschutz- und wildtierfeindlich. Das geht aus einer gemeinsamen Stellungnahme von insgesamt 28 Tier- und Naturschutzorganisationen hervor, die am 15. Januar zuständigen Ministerien und Fachausschüssen zugestellt wurde. … weiterlesen

Hunde müssen schnüffeln dürfen

PETA-Expertin erklärt, warum die Nase für Vierbeiner das wichtigste Sinnesorgan ist. Mit einfachen Tricks können Hundehalter die Tiere bei der Nasenarbeit unterstützen
 
Der wichtige Riecher: Welcher Hundehalter kennt das nicht? Die Zeit drängt bei einem Spaziergang und der Vierbeiner bleibt immer wieder stehen, um zu schnüffeln. Schnell wird an der Leine gezogen und so der kurze Stopp unterbrochen. Worüber sich Menschen in der Regel kaum Gedanken machen, hat für die Tiere Konsequenzen: Sie werden bei der Informationsaufnahme gestört. Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA, erklärt, warum die Nase für Hunde so wichtig ist, warum der Hundekörper beim Schnüffeln auf Hochtouren läuft und wie Tierhalter die Vierbeiner bei der Nasenarbeit unterstützen können. … weiterlesen

Gesund durch die Feiertage – Gefahren in der Weihnachtszeit erkennen und vermeiden

Bericht: Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna)

Für Viele gehören eine prachtvolle Deko, glitzernder Christbaumschmuck und ein üppiges Festmahl zum traditionellen Weihnachtsfest. Sind jedoch Katz’ und Hund im Haus, lautet die Devise: Weniger ist mehr. Denn zerbrochene Glaskugeln, lose Geschenkbänder, weihnachtliche Pflanzendekoration oder das Mitnaschen bei Keksen und Co. können den Tieren rasch zum Verhängnis werden. Die Tipps fürs Tier der Vetmeduni Vienna zeigen, wie man Gefahren für Vierbeiner in der Weihnachtszeit vorbeugt.

Weihnachtsdeko: Weniger ist mehr … weiterlesen

“Fördert Feinstaub die Corona-Sterblichkeit? “

Am 30.11.2020 hat die “Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt” einen sehr wichtigen Beitrag zu den Hintergründen der COVID-19 Erkrankung veröffentlicht:

Fördert Feinstaub die Corona-Sterblichkeit? 

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SPD-Antrag abgelehnt – weiterhin Tierversuche in Bayern

Tierschutzpolitische Sprecherin Ruth Müller: Regierungsfraktionen lehnen Erforschung alternativer Methoden rigoros ab – Kein Herz für Tiere

Beim mangelnden Tierschutz in Bayern bleibt alles beim Alten: CSU und Freie Wähler haben im heutigen Umweltausschuss (3. Dezember) abgelehnt, Bayern zum Vorreiter für alternative Forschungsmethoden werden zu lassen. Damit stehen sie weiterhin zu Tierversuchen. Die tierschutzpolitische Sprecherinnen Ruth Müller und Martina Fehlner sowie der umweltpolitische Sprecher der Fraktion Florian von Brunn sind enttäuscht. … weiterlesen

Kritik an Max-Planck-Institut: Affengehirne durch menschliche Gene vergrößert

Statement von PETA: „Unethische Frankenstein-Experimente sofort beenden!“

Dresden / Stuttgart, 3. Dezember 2020 – Experimentatoren des Dresdner Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik und eine Forschungseinrichtung in Japan haben Weißbüschelaffen mit menschlichen Genen manipuliert. Dadurch vergrößerten sich ihre Gehirne unnatürlich. Schwangeren Affen wurden ihre Föten per Kaiserschnitt nach mehr als der Hälfte der Schwangerschaft herausoperiert. Die so isolierten Neugeborenen wurden auf Eis gelegt, geköpft und ihre Gehirne herauspräpariert – nur um festzustellen, welche Auswirkungen die menschlichen Gene auf die Gehirnentwicklung von Weißbüschelaffen haben. Biologin Anne Meinert, Fachreferentin im Bereich Tierversuche bei PETA, kommentiert:

„Die Manipulation am Genom der Weißbüschelaffen erinnert an Szenarien wie aus ‚Planet der Affen‘ oder ‚Frankenstein‘. Doch es handelt sich hier nicht um Science-Fiction, sondern um reale, tödliche Experimente aus bloßer Neugier. Es ist ethisch absolut verwerflich, in den Genen einer anderen Spezies herumzupfuschen und Babys aus dem Mutterleib herauszureißen, um sie dann zu töten und ihren Kopf abzuschneiden.

Auffallend ist zudem: Obwohl die führenden Autoren der absurden Studie am Max-Planck-Institut arbeiten, wurden alle Experimente in Japan durchgeführt, wo Experimentatoren sich selbst regulieren dürfen, ohne dass eine Behörde Mindeststandards für den Umgang mit Tieren sicherstellt, und wo nicht einmal die Anwesenheit eines Tierarztes in Laboren vorgeschrieben ist. Das ist sogenanntes ethics dumping – eine Vorgehensweise, bei der Experimentatoren Tiere in Ländern missbrauchen, in denen die Tierschutzstandards vergleichsweise gering sind. Wo auch immer auf der Welt diese Experimente stattfinden: Sie müssen sofort eingestellt werden. Damit der Ausstieg aus Tierversuchen nachhaltig gelingt, haben Wissenschaftler von PETA Deutschland in Zusammenarbeit mit ihren internationalen Partnerorganisationen einen umfassenden Leitfaden entwickelt: den Research Modernisation Deal.“


3.12.2020
PETA Deutschland e.V.
www.peta.de