Waldgeräusche erhellen das Gemüt – besonders dann, wenn sie vertraut sind

Bericht: Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Bild von Sven Lachmann auf Pixabay

Das Hören von einminütigen Tonaufnahmen aus Wäldern wirkt sich positiv auf das kurzfristige Wohlbefinden von Menschen aus, insbesondere wenn die Aufnahmen aus heimischen Wäldern stammen. Dies ist das Ergebnis einer Studie unter der Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv). Die in Deutschland lebenden Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer empfanden die Naturgeräusche als beeindruckender und erholsamer, wenn diese aus heimischen Wäldern stammten statt aus den Tropen. Dagegen zeigte die zu hörende Zahl von Tierarten nur geringe Wirkung. Die Studie wurde im Journal of Environmental Psychology veröffentlicht.

Wir fühlen uns oft besser, wenn wir im Wald spazieren gehen oder Zeit im Freien verbringen. Es ist jedoch nicht klar, ob und wie die Vielfalt von Arten zu unserem Wohlbefinden beiträgt. Bislang sind die Forschungsergebnisse uneindeutig, insbesondere in Bezug auf das Hören von Biodiversität. Fühlen sich Menschen in Wäldern mit mehr Vogel- und Insektengeräuschen wohler? Spielt es eine Rolle, ob diese Klänge aus vertrauten, heimischen Wäldern stammen oder aus fernen Gegenden? … weiterlesen

Mit Wölfen leben: Würzburger Studien zeigen Wege auf

Bericht: Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Die Rückkehr der Wölfe sorgt für Konflikte. Zwei neue Dissertationen am Lehrstuhl für Europäische Ethnologie / Empirische Kulturwissenschaft der Uni Würzburg zeigen, wie Menschen und Wölfe künftig koexistieren können.

Wölfe leben wieder in ganz Deutschland. Die meisten Territorien befinden sich in Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. „Nach den aktuellen Monitoringdaten für 2024/25 leben in Deutschland circa 219 Rudel, 43 Wolfspaare und 14 Einzeltiere“, heißt es auf den Webseiten der Bundesregierung.

Doch die Rückkehr der Wölfe bringe Probleme mit sich, besonders für die Weidetierhaltung. Zudem habe das Konfliktpotenzial mit Teilen der Bevölkerung zugenommen.

Vor diesem Hintergrund entschied der Bundesrat Ende März 2026, den Europäischen Grauwolf (Canis lupus) ins Jagdrecht aufzunehmen. Damit erhalten Bundesländer, in denen es viele Wölfe gibt, die Möglichkeit, die Bestände über die Jagd einzuhegen.

Jagd ist nur eine Strategie der Koexistenz
„Den Wolf zu bejagen, ist aber nur eine von vielen Strategien, um das Zusammenleben mit den großen Beutegreifern zu gestalten“, sagt Professorin Michaele Fenske, Leiterin des Lehrstuhls für Europäische Ethnologie und Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Würzburg.

Unter ihrer Leitung wurde am Würzburger Lehrstuhl über Wölfe geforscht – im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts „Die Rückkehr der Wölfe. Kulturanthropologische Studien zum Prozess des Wolfsmanagements in der Bundesrepublik Deutschland“. Dabei kooperierte Fenskes Team mit einem Schweizer Schwesterprojekt sowie mit Forschenden in Finnland, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Portugal und Russland.

Im Kontext der Würzburger kulturwissenschaftlichen Umweltforschung (Environmental Humanities) verortet, fragten die Promovendinnen Irina Arnold und Marlis Heyer danach, was die Rückkehr der Wölfe mit den Menschen macht. Ihre exemplarischen Untersuchungsgebiete waren das Bundesland Niedersachsen und die Lausitz.

Dissertationen plädieren für Wechsel der Perspektive
Die Dissertationen der zwei Forscherinnen wurden vor kurzem veröffentlicht. Sie plädieren für einen Perspektivwechsel, der neue Wege für das Zusammenleben mit Wölfen eröffnet.

* Irina Arnolds Buch „Wo Schafe arbeiten…und Wölfe leben“ setzt sich mit den Praktiken niedersächsischer Schäfereien im 21. Jahrhundert auseinander. Die Autorin rückt die komplexen Lernprozesse in den Fokus, die in Schäfereien durch die Rückkehr der Wölfe notwendig wurden. Nah am Alltag der Schäferinnen und Schäfer sowie ihrer Herden fängt sie die Herausforderungen ein und präsentiert Ansätze für ein konfliktärmeres, artenübergreifendes Zusammenleben.

* Marlis Heyer untersucht in ihrem Band „Wölfe erzählen“, wie die Rückkehr der Wölfe von Erzählungen begleitet und narrativ mitgestaltet wird. Heyer lotet Fragen nach dem Zusammenleben von Menschen und Wölfen aus und nimmt anhand unterschiedlicher Theorien auch die Möglichkeiten und Grenzen der Erzählforschung über Menschen hinaus in den Blick.

Beide Arbeiten verfolgen den Ansatz der Multispecies Studies: Wölfe, Schafe, Hunde, Pflanzen und Landschaften bereichern ihre Analysen um Perspektiven über die des Menschen hinaus. „Die dichten Beschreibungen laden auch zum Nachdenken über eine Ko-Existenz mit den Wölfen jenseits von Abschussgenehmigungen ein“, so Michaela Fenske.

Originalpublikation:
Beide Studien sind online kostenlos als pdf-Dateien verfügbar

Irina Arnold: „Wo Schafe arbeiten und Wölfe leben. Eine Multispezies-Ethnografie niedersächsischer Schäfereien“, Würzburg 2025
https://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/frontdoor/index/index/docId/42186

Marlis Heyer: „Wölfe erzählen. Eine Ethnografie vielartiger Narrative der Lausitz“, Berlin 2026
https://www.frank-timme.de/de/programm/produkt/woelfe_erzaehlen


8.4.2026
Robert Emmerich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
www.ide-online.de
www.uni-wuerzburg.de

 

„8 Zeichen, dass deine Katze dich liebt“

Auf blog.omlet.de haben wir den oben genannten Beitrag gefunden:

„Fragst du dich, ob deine Katze dich mag? Diese 8 Zeichen, dass deine Katze dich liebt, können dir Aufschluss darüber geben, wie viel Zuneigung und Loyalität sie dir entgegenbringt. Selbst wenn sie mit ihren Gefühlen nicht so richtig herausrücken will, zeigt sie dir wahrscheinlich auf dezente Weise ihre Zuneigung.“

Den ganzen Beitrag lesen

 

Hunde- und Katzenartige navigieren unterschiedlich: die einen haben Standardstrecken, die anderen nicht

Bericht: Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Globale Analyse der GPS-Aufnahmen von über 1.200 Tieren widerlegt lange gültige Annahmen über Tierbewegungen. Bei einer Untersuchung der Bewegungsdaten von Tieren aus der Familie der Katzen (18 Arten) und Hunde (16 Arten) entdeckte ein internationales Team überraschende Unterschiede bezüglich des Navigationsstils in freier Wildbahn. Wölfe und Füchse nutzen häufiger sogenannte Routenwege als Rotluchse, Löwen und Leoparden. Noch deutlicher wurde der Unterschied, als Arten der beiden Familien verglichen wurden, die wie Kojoten und Pumas zusammenleben.
Das Projekt wurde von Experten der Universität Maryland (USA) und des Center for Advanced Systems Understanding (CASUS) am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) geleitet. Die Ergebnisse der bisher größten vergleichenden Studie zur Bewegungsökologie von Raubtieren wurden im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Sciences (DOI: 10.1073/pnas.2401042122) veröffentlicht.


Der Hund sucht immer wieder die gleichen Orte im Garten auf? Die Katze erkundet bei jedem Ausflug ein anderes Gebiet? Es zirkulieren unzählige Anekdoten zum unterschiedlichen Verhalten der beiden Haustierarten, deren Essenz die Wissenschaft nun auf die Schliche gekommen ist. „Wir haben herausgefunden, dass sich wildlebende Hunde- und Katzenartige auf grundlegend unterschiedliche Weise durch ihre Heimatgebiete bewegen, auch wenn sie häufig ähnlich groß sind, ähnliche Habitate bewohnen und ähnliche Beutetiere bevorzugen“, so Dr. Justin M. Calabrese, Leiter der Forschungsgruppe für Erdsystemwissenschaften am CASUS und Hauptautor der Veröffentlichung. „Hundeartige verlassen sich viel stärker auf regelmäßig genutzte Strecken, sogenannte Routenwege. Im Gegensatz dazu neigen Katzenartige dazu, sich ungleichmäßiger durch die Umgebung zu bewegen, was dazu führt, dass deutlich weniger solche Routenwege identifiziert werden.“

Auch Bewegungsdaten des Rotfuchses (Vulpes vulpes), einer der am weitesten verbreiteten Vertreter der Ordnung Raubtiere (Carnivora), wurden für die Studie gesammelt und ausgewertet. Copyright: Ivan Rudoy / Unsplash – www.hzdr.de

Bedeutung für mathematische Modellierung, Wildtierschutz und Evolutionsbiologie
Die vorgestellten Ergebnisse widersprechen dem bisherigen Wissensstand über die Bewegungsökologie von Raubsäugetieren. Bis jetzt ging die Forschung davon aus, dass sich Raubtiere – unabhängig von ihrer taxonomischen Zugehörigkeit – beliebig in ihrem Gebiet bewegen. Diese Annahme ist weit verbreitet und wurde bereits in mathematische Standardmodelle aufgenommen. Die neuen Erkenntnisse zeigen jedoch, dass Fleischfresser aus der Familie der Hunde dazu neigen, ein System von „Autobahnen“ zu schaffen, um sich durch Teile ihres Verbreitungsgebiets zu bewegen.

Den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zufolge sind diese Erkenntnisse sowohl für die Theorie der Tierbewegungen als auch für die Wildtierschutz-Praxis bedeutsam. Im ersten Fall gilt es, Modelle von Begegnungsprozessen zwischen sich bewegenden Tieren zu verbessern – ein Schwerpunkt der ökologischen Forschung am CASUS. Die neuen Modelle von zum Beispiel Räuber-Beute-Beziehungen und Krankheitsübertragungen könnten dann womöglich besser zu den Beobachtungsdaten passen. Bezüglich des Wildtierschutzes helfen ein besseres Verständnis und eine genauere Vorhersage der Bewegungsmuster der Tiere, Begegnungen zwischen Mensch und Wildtier zu reduzieren und Schutzgebiete gefährdeter Arten besser zu planen.

Enorme Anstrengungen zahlen sich aus
„Diese Forschungsarbeit war ein gewaltiges Unterfangen, das mit einer Vielzahl von E-Mails während der COVID-Pandemie begann“, erinnert sich Fagan. Mit 177 Beteiligten aus 150 Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt entwickelte sich das Projekt zur größten vergleichenden Studie zur Bewegungsökologie von Raubtieren, die jemals durchgeführt wurde. Der gesammelte Datensatz umfasst GPS-Halsbanddaten der Bewegungen von 1.239 einzelnen Raubtieren über ungefähr ein Jahrzehnt. Insgesamt 34 Arten von sechs Kontinenten wurden berücksichtigt. „Das Projekt hat gezeigt, wie moderne GPS-Technologie und ausgefeilte Analysemethoden faszinierenden Aspekte des Tierverhaltens aufdecken können. Noch vor ein paar Jahren hätte man diese Erkenntnisse nicht erlangen können“, fügte Fagan hinzu.

Originalpublikation:
William F. Fagan et al.: Wild canids and felids differ in their reliance on reused travel routeways, in Proceedings of the National Academy of Sciences, 2025 (DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.2401042122)


29.09.2025
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
www.hzdr.de

 

Gemeinsam klüger: Große Fischschwärme treffen bessere Entscheidungen

Freilebende Fischgruppen erkennen Gefahren schneller und reagieren treffsicherer, je größer sie sind

Bericht: Humboldt-Universität zu Berlin

Wenn ein Raubvogel angreift, zählt für Fische jede Sekunde: abtauchen oder bleiben? Eine falsche Entscheidung kann tödlich enden – entweder, weil sie zu spät kommt oder weil eine Bedrohung fälschlich als harmloses Geräusch gewertet wird. Eine Studie von Forschenden des Exzellenzclusters „Science of Intelligence“ (SCIoI) sowie der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) zeigt nun, dass größere Fischschwärme solche Entscheidungen nicht nur schneller, sondern dass sie auch bessere Entscheidungen treffen können. Die Ergebnisse, die soeben in der renommierten Fachzeitschrift Science Advances erschienen sind, liefern den bislang ersten unter natürlichen Bedingungen erbrachten Nachweis, dass große Tiergruppen zwei klassische Zielkonflikte überwinden können: echte Gefahren erkennen, ohne auf jede Störung zu reagieren und schnelle Entscheidungen treffen, ohne dabei an Genauigkeit zu verlieren. … weiterlesen

Rabenkrähen können lernen, Werkzeug zielgerichtet einzusetzen

Forschungsteam der Universität Tübingen zeigt im Experiment, wie Krähen lernen, ein Stäbchen präzise im Schnabel zu führen, um damit an Futter zu gelangen

Bericht: Eberhard Karls Universität Tübingen

Durch gezieltes Training können heimische Rabenkrähen lernen, ein Stäbchen zum Heranholen von Futter einzusetzen. Mit zunehmender Übung beweisen sie dabei einerseits großes Geschick und kommen mit wenigen Schritten an ihr Ziel; andererseits reagieren sie flexibel auf abweichende Bedingungen im Experiment. Das haben Dr. Felix Moll, Julius Würzler und Professor Andreas Nieder vom Institut für Neurobiologie der Universität Tübingen in Verhaltensversuchen mit zahmen Vögeln festgestellt. In der freien Wildbahn ist der Werkzeuggebrauch bei Rabenkrähen nicht bekannt. Die Forscher gehen allerdings davon aus, dass bereits ein geringer Evolutionsdruck ausreichen würde, dass sie solche Fähigkeiten auch ohne spezielles Training entwickelten. Ihre Studie wurde in der Fachzeitschrift Current Biology veröffentlicht. … weiterlesen

Verhaltensforschung: Riechen Hunde menschliche Angst?

Bericht: Veterinärmedizinische Universität Wien

Hunde sind bekannt für ihre Fähigkeit, menschliche Emotionen zu spüren. Aber wie reagieren sie auf den Geruch von Angst? Eine soeben erschienene Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien beleuchtet diese Frage und zeigt, dass Hunde menschliche Angst-Chemosignale wahrnehmen und darauf individuell reagieren – was die bisherige Annahme eines einheitlichen Vermeidungsverhaltens in Frage stellt.

Die von Wissenschafter:innen des Domestication Lab des Konrad-Lorenz-Instituts für Vergleichende Verhaltensforschung (KLIVV) der Vetmeduni durchgeführte Studie untersuchte, wie Hunde in einer kontrollierten Umgebung auf menschliche Angstgerüche reagieren. An der Studie nahmen 61 Hunde teil, die in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Die Versuchsgruppe wurde zwei Zielobjekten ausgesetzt, von denen eines mit menschlichem Angstschweiß und das andere mit einem neutralen menschlichen Geruch versehen war. Die Kontrollgruppe wurde hingegen zwei Zielobjekten mit neutralem menschlichem Geruch ausgesetzt.

Keine einheitliche Vermeidungsreaktion, sondern individuelles Verhalten
Hunde, die dem Angstgeruch ausgesetzt waren, zeigten Verhaltensweisen, die auf Unbehagen oder Zögern hindeuteten, bespielsweise verbrachten sie mehr Zeit in der Nähe des Versuchsleiters, senkten ihre Schwänze und brauchten länger, um sich den Zielen zu nähern. Das auffälligste Ergebnis war jedoch die Variabilität der individuellen Reaktionen. Während einige Hunde zögerten, sich dem Angstgeruch zu nähern, näherten sich andere ihm schneller als dem neutralen Geruch. Dies stellt die gängige Annahme in Frage, dass Hunde eine angeborene Tendenz haben, menschliche Angstgerüche zu vermeiden.

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Hunde von menschlichen Angstgerüchen beeinflusst werden, ihre Reaktionen jedoch alles andere als einheitlich sind“, sagt Studien-Erstautorin Svenja Capitain vom KLIVV der Vetmeduni. „Diese Variabilität könnte durch Faktoren wie Lebenserfahrung, Training oder sogar Rasse beeinflusst werden, allerdings sind weitere Untersuchungen erforderlich, um diese Einflüsse zu bestätigen.“ Interessanterweise fand die Studie keine signifikanten Auswirkungen von Alter oder Geschlecht auf die Reaktionen der Hunde, was mit früheren Untersuchungen übereinstimmt.

Wichtige Erkenntnisse für Therapiehunde, menschliche Interaktion und die Ausbildung von Hunden
Die Ergebnisse der Studie könnten praktische Auswirkungen auf die Hundeausbildung, die Auswahl von Therapiehunden und die Verbesserung der Interaktion zwischen Mensch und Hund haben. Das Verständnis, warum manche Hunde sich Angstgerüchen nähern, während andere sie meiden, könnte dazu beitragen, das Wohlbefinden von Hunden zu verbessern, Stress zu reduzieren und sogar potenzielle Sicherheitsprobleme zu vermeiden, wie z. B. aggressive Reaktionen auf ängstliche Personen.

„Unsere Forschungsarbeit unterstreicht, wie wichtig es ist, individuelle Unterschiede im Verhalten von Hunden zu betrachten“, betont Svenja Capitain. „Indem wir uns von der Annahme der Gleichförmigkeit lösen, können wir unsere vierbeinigen Begleiter besser verstehen und dabei unterstützen, sich in der Welt der Menschen zurechtzufinden.“ Die Forscherinnen hoffen, dass zukünftige Studien die Rolle von Lebenserfahrungen, Training und Rasse bei der Prägung der Reaktionen von Hunden auf menschliche Angst-Chemosignale untersuchen werden. Sie schlagen außerdem vor, der Frage nachzugehen, wie Umweltfaktoren – beispielsweise vertraute gegenüber unbekannten Orten – diese Reaktionen beeinflussen könnten.


18.9.2025
Veterinärmedizinische Universität Wien
www.vetmeduni.ac.at