Wuschel

mf – Lange bevor ich wusste, dass man mit Tieren sprechen kann, lehrten mich meine vierbeinigen Gefährten, dass es Ebenen tiefen Verstehens zwischen Mensch und Tier gibt, die ich mir früher (in meiner „tierlosen“ Zeit) nie hätte vorstellen können. Schritt für Schritt führten sie mich weiter auf den Weg zur Tierkommunikation, und dafür danke ich ihnen von ganzem Herzen.

Mein erster Hund hieß Wuschel. Er war ein süßer graulockiger Terriermischling mit braunen Knopfaugen. Seine ersten zwei Lebensjahre hatte er an der Kette verbracht, und nun war er über Tierschützer zu mir gekommen. Wuschel war kein einfacher Hund, er war ein Ausbrecherkönig, ein notorischer Streuner und ein passionierter Jäger, der gnadenlos alles verfolgte, was sich irgendwie bewegte.

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Basco

mf – Nach Wuschel kam Basco, ein altdeutscher Hütehund mit einem Herzen aus Gold. Ich erfuhr von ihm durch eine Tierschützerin, die ihn halbverhungert aus einem Lattenverschlag befreit hatte. Obwohl ich den Hund nicht gesehen hatte, spürte ich sofort eine starke Verbindung zu ihm. Ich hatte damals noch keine Ahnung davon, das Tiere zu uns sprechen können, aber ich „hörte“ ihn förmlich nach mir rufen. „Das ist mein Hund“, erklärte ich der Tierschützerin, und obwohl er eigentlich schon einer anderen Familie zugesagt war, haben wir ihn bekommen.

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Robin

mf – Basco mochte Katzen und alle Nachbarskatzen liebten Basco. Also beschlossen wir, dass er seine eigene bekommen sollte, und holten den kleinen Kater Robin aus dem Tierheim. Was wir nicht wussten: Basco war zu dem Zeitpunkt schon todkrank. Aber Robin wusste es. Als Basco sich mit großen Schmerzen tagelang im Garten zurückzog, da harrte unser kleiner frecher wilder Watz (keine zwei Jahre alt) stundenlang geduldig neben seinem großen Freund aus und praktizierte Sterbebegleitung. Robin war dabei, als Basco  bei uns zu Hause eingeschläfert wurde, und er hat uns tapfer geholfen, mit unserem großen Schmerz fertig zu werden.

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Miro

mf – Nach Bascos Tod konnten wir uns ein Leben mit einem neuen Hund zunächst nicht vorstellen. Aber Robin trauerte stark, und andere Katzen wollte er als Hausgenossen nicht dulden. Dazu kam, dass mein Mann ständig Bilder eines collieartigen Hundes vor seinem inneren Auge sah. Eines Tages schaute ich „zufällig“ auf die Homepage unseres Tierheims. Und da saß er! Da hatte wohl Basco seine Pfoten mit im Spiel.

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Paulinchen

Monika_Falck_Pauline_CC BY-NCDie Geschichte unserer Katze Paulinchen klingt fast wie ein Märchen:

mf – Es war ein mal eine süße kleine Katzenprinzessin. Leider regierten auf dem Schloss, auf dem sie geboren wurde, grausame Mächte, und so kam es, dass sie – gerade mal ein paar Wochen alt – verschleppt und ausgesetzt wurde.

Das kleine Mädchen hatte Glück im Unglück: Es wurde von gutherzigen Zweibeinern gefunden, die es bei sich aufnahmen. Doch auch in ihrem neuen Zuhause durfte die Prinzessin nicht in Frieden leben. Dort herrschten zwei böse alte schnurrbärtige Hexen, die ihr fortan das Leben zur Hölle machten.

Die kleine Pauline, so wurde die Prinzessin später getauft, war sehr unglücklich. Ziellos streifte sie umher in der Hoffnung, irgendwo Schutz zu finden. Denn die Zweibeiner, die sie aufgenommen hatten, schienen gegen die beiden Hexen machtlos zu sein. Und eines Tages stand er dann auf einmal vor ihr: der edle Ritter Robin von Falckenstein. Ein Blick in seine tiefgründigen grünen Augen, und es war um unsere Prinzessin geschehen.

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Katerlogik

mf – Nachdem mein Kater Robin das 15. Reflektor-Halsband in irgendwelchen Büschen verschmissen hatte, fand ich, dass es an der Zeit wäre, einmal ein ernstes Wörtchen mit dem Knaben zu reden. Ich erklärte ihm also ausführlich, welche Gefahren nachts auf Katzen lauerten, und wie wichtig es sei, dass man sie in der Dunkelheit gut erkennen könne.

Robin ist sehr klug, und ich rechnete nach meinem Vortrag eigentlich mit Verständnis und der Einsicht, dass so ein Halsband schon sehr nützlich wäre. Statt dessen kam ein entsetzter Aufschrei: „Das ist ja voll doof – da sehen mich doch dann die Mäuse!“

Ich habe ihn schließlich doch noch überzeugen können – das Leuchtbändchen blieb künftig an seinem Hals. Und ich habe noch lange aus vollem Hals über meinen kleinen schlauen Racker gelacht….

©mf


Bildnachweis:
©Foto: "Auf der Suche…" by Monika Falck, Lizenz: CC-BY-NC

Arbeit ist nie umsonst

mf – Neulich sollte ich einen Vortrag halten, aber leider hatte der Veranstalter vergessen, Werbung dafür zu machen. Es kamen ganze zwei Zuhörer, und für mich war es natürlich eine totale Pleite.

Wohin mit meinem Frust? Mein Kater Robin musste mal wieder herhalten. „Die ganze Arbeit umsonst“, beklagte ich mich bei ihm. Und was bekam ich von meinem kleinen weisen Freund zu hören: „Arbeit ist nie umsonst“, teilte er mir lapidar mit. „Was meinst Du, wie oft ich vergeblich vor einem Mausloch sitze – aber ich lerne immer etwas dabei.“

Ich war so gerührt, dass mir die Tränen kamen. Und mein ganzer Ärger war verflogen!

©mf


Bildnachweis:

©Foto: "Robin" by Monika Falck, Lizenz: CC-BY-NC