Paulinchen

Monika_Falck_Pauline_CC BY-NCDie Geschichte unserer Katze Paulinchen klingt fast wie ein Märchen:

mf – Es war ein mal eine süße kleine Katzenprinzessin. Leider regierten auf dem Schloss, auf dem sie geboren wurde, grausame Mächte, und so kam es, dass sie – gerade mal ein paar Wochen alt – verschleppt und ausgesetzt wurde.

Das kleine Mädchen hatte Glück im Unglück: Es wurde von gutherzigen Zweibeinern gefunden, die es bei sich aufnahmen. Doch auch in ihrem neuen Zuhause durfte die Prinzessin nicht in Frieden leben. Dort herrschten zwei böse alte schnurrbärtige Hexen, die ihr fortan das Leben zur Hölle machten.

Die kleine Pauline, so wurde die Prinzessin später getauft, war sehr unglücklich. Ziellos streifte sie umher in der Hoffnung, irgendwo Schutz zu finden. Denn die Zweibeiner, die sie aufgenommen hatten, schienen gegen die beiden Hexen machtlos zu sein. Und eines Tages stand er dann auf einmal vor ihr: der edle Ritter Robin von Falckenstein. Ein Blick in seine tiefgründigen grünen Augen, und es war um unsere Prinzessin geschehen.

Ritter Robin hatte einen treuen Gefährten, den Hund Miro, der wie ein Zerberus darüber wachte, dass in seinem Revier keine Katzenkämpfe stattfanden. Für das kleine Paulinchen schien die Burg von Ritter Robin das Paradies zu sein, und so kam es, dass sie ihn tagtäglich besuchte.

Robin war natürlich nicht immer zu Hause, denn wie alle Ritter, musste er ins Feld ziehen, um das feindliche Heer der Mäuse in Schach zu halten. Wenn er sich besonders tapfer geschlagen hatte, brachte er seiner Geliebten eine Trophäe mit, und die dankte ihm seine Fürsorge mit einer kaum zu überbietenden Treue und Anhänglichkeit. Im tiefsten Winter harrte sie stundenlang bei Eiseskälte vor seiner Burg aus, bis er endlich von seinen Feldzügen nach Hause kam.

Ein Jahr lang ging das so, und es kam der Zeitpunkt, an dem Paulinchen überhaupt nicht mehr zurück in das Haus wollte, wo ihr die beiden arglistigen Hexen auflauerten. Die Zweibeiner, die das Katzenmädchen aufgenommen hatten, waren zwar traurig über diese Entwicklung, verstanden aber, dass hier  die Liebe stärker war als alles andere. Und so durfte Prinzessin Pauline die Burg von Robin beziehen. Um der Wahrheit gerecht zu werden, muss man hier nun anmerken, dass der edle Ritter auch ein übler Macho war und der Legalisierung des Verhältnisses zunächst recht ablehnend gegenüberstand. Aber auch dieses Mal setzte sich die kleine treue Seele durch, und die beiden wurden ein glückliches Paar.

Und was hat die Burgherrin Monika nun von Pauline gelernt? Dass man mit Beharrlichkeit jedes Ziel erreichen kann, und dass Liebe alle Hindernisse überwindet….

©mf


Bildnachweis:
©Foto: Paulinchen by Monika Falck, Lizenz: CC-BY-NC

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