campact hat einen Appell an Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) veröffentlicht:
Es wäre eine Katastrophe für bedrohte Vögel, Insekten- und Pflanzenarten: Die EU will die geplante Pflicht für Artenschutzzonen auf Äckern aussetzen. Nun liegt das Schicksal der Artenvielfalt im ländlichen Raum in der Hand von Cem Özdemir. Fordere den grünen Agrarminister auf, die Überlebensinseln in der Landwirtschaft zu retten!
(Quelle: https://aktion.campact.de/umwelt/oezdemir-bienensterben/teilnehmen)
Der Appell an Cem Özdemir lautet:
Als Landwirtschaftsminister haben Sie versprochen, ab diesem Jahr EU-Agrargelder nur noch an landwirtschaftliche Betriebe zu zahlen, die Schutzzonen für die Artenvielfalt bereitstellen. So können dringend benötigte Rettungsinseln für bedrohte Vögel und Insekten entstehen.
Nachdem nun die EU-Kommission eine solche Regelung auf Druck der Agrarindustrie ausgesetzt hat, kommt es auf Sie an: Halten Sie Ihr Versprechen und sorgen Sie dafür, dass in Deutschland Landwirt*innen nur dann Agrarsubventionen bekommen, wenn sie für ausreichend Artenschutzflächen sorgen.
(Quelle: https://aktion.campact.de/umwelt/oezdemir-bienensterben/teilnehmen)
foodwatch hat Bundesagrarminister Cem Özdemir einen unverantwortlichen Umgang mit Pestizid-Neuzulassungen vorgeworfen. Recherchen der Verbraucherorganisation zeigen: Das von Özdemir geführte Bundeslandwirtschaftsministerium hat allein in diesem Jahr 150 neue Pestizid-Mittel zugelassen – obwohl einige dieser Mittel riskante Wirkstoffe enthalten, bei denen teilweise seit Jahren die Sicherheitsüberprüfung auf EU-Ebene verschleppt wird. Darunter sind zum Beispiel mehrere Insektengifte und ein hochgefährliches Pilzmittel, das den Stoff Dimethomorph enthält. Dieses Pestizid kann laut Europäischer Chemikalienagentur (ECHA) die Fruchtbarkeit bei Menschen beeinträchtigen. foodwatch forderte Cem Özdemir auf, alle Pestizide, die keine abgeschlossene EU-Risikobewertung haben, in Deutschland sofort vom Markt zu nehmen.