Erfolg: Tierversuch am Kaninchen soll vollständig beendet werden

Mitteilung: Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

Innerhalb von fünf Jahren soll der Pyrogentest am Kaninchen vollständig durch eine tierfreie Alternative ersetzt werden. Dies hat die Kommission des Europäischen Arzneibuchs beschlossen. Das ist ein Erfolg für den Tierschutz, denn aktuell leiden und sterben allein in Deutschland immer noch über 6.000 Kaninchen jährlich in diesem Test, obwohl es seit mehr über zehn Jahren eine anerkannte tierversuchsfreie Testmethode gibt. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte begrüßt die Streichung des Tierversuchs, fordert jedoch, dass es nicht wieder passieren darf, dass Tiere weiter in Versuchen leiden, obwohl es längst ein tierversuchsfreies Verfahren gibt. Um über die Existenz erfolgreicher tierversuchsfreier Methoden zu informieren, hat der Verband das Kaninchen im Pyrogentest zum Versuchstier des Jahres 2021 gekürt. … weiterlesen

Petition: Ausstieg aus Tierversuchen jetzt!

PETA:
“Unterstützen Sie den Research Modernisation Deal für Deutschland! Helfen Sie uns, die grausamen und unnötigen Tierversuche zu beenden.” (https://wissenschaft-statt-tierversuche.de/)

Inhalt der Petition – Anschreiben:

Sehr geehrte Damen und Herren,
das aktuelle Forschungssystem der Biomedizin ist von Grund auf fehlerhaft. Soll ein neues Medikament auf den Markt gebracht werden, kann das über 1,7 Milliarden Euro kosten und bis zu 15 Jahre lang dauern. Doch trotz dieser enormen Investitionen kommen ganze 95 Prozent aller Medikamente, die es bis in die klinischen Testreihen an Menschen schaffen, nie auf den Markt – obwohl sie anhand von Tierversuchen als sicher und effektiv eingestuft wurden. So bleiben Patienten sowie deren Familien ihrem Leid überlassen. Ohne die dringend benötigten Reformen wird das bestehende Forschungssystem wieder und wieder versagen.
Höherwertige, tatsächlich für den Menschen relevante Methoden haben das Potenzial, verlässlichere, genauere und kostengünstigere Ergebnisse zu liefern. Zudem sind sie im Vergleich zu Tierversuchen ethisch vertretbar. Zu solchen Methoden gehören beispielsweise klinische und epidemiologische Studien, Forschung auf Basis menschlicher Zellen und Gewebe, hochmoderne, lebensechte Patientensimulatoren oder auch Computermodelle. Doch leider stehen diese Methoden, was ihre Finanzierung angeht, noch immer mit den fehlerbehafteten tierbasierten Ansätzen in Konkurrenz.
Es ist an der Zeit für einen Paradigmenwechsel. PETAs Research Modernisation Deal identifiziert Bereiche, in denen Tiere mit sofortiger Wirkung durch innovative, humane Ansätze ersetzt werden könnten. Zudem enthält er eine Übergangsstrategie hin zur Nutzung tierfreier Methoden in der biomedizinischen Forschung und in behördlich vorgeschriebenen Versuchen.
Als Unterzeichnende fordern wir die Verantwortlichen auf, im Sinne der im Research Modernisation Deal empfohlenen Prioritäten zu handeln. Zudem sollten umgehend Schritte zur Einführung einer Gesetzgebung eingeleitet werden, die Tierversuchen ein Ende setzt. Zur Erreichung dieses Ziels müssen eine klare Strategie und ein Zeitplan vorgelegt werden.
Wenn wir von unzuverlässigen, unethischen Tierversuchen auf bessere, tierfreie Methoden umsteigen, profitieren davon Menschen, Tiere und die Zukunft der Wissenschaft.

Mit freundlichen Grüßen

Hier geht’s zu weiteren Informationen und zum Unterschreiben

 

Steckdose auf dem Kopf anstatt Freiheit

Tübinger Krähen leiden für die Hirnforschung

Bericht: Ärzte gegen Tierversuche

Bereits seit über 7 Jahren kritisiert der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche die an der Universität Tübingen betriebene Hirnforschung an Krähen. Nach Aussage des Vereins handelt es sich bei den am Institut für Neurobiologie durchgeführten Tierversuchen um für den Menschen vollkommen irrelevante Neugierforschung. Der Verein fordert erneut einen sofortigen Stopp der unethischen Experimente und eine tiergerechte Unterbringung der überlebenden Vögel in Auffangstationen. … weiterlesen

Corona-Forschung und Tierversuche

Experten von Ärzte gegen Tierversuche beantworten Fragen

Bericht: Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche e.V. hat in einer Video-Konferenz drängende Fragen zu Tierversuchen in der Corona-Forschung beantwortet und veröffentlicht.

Welchen Beitrag hatten Tierversuche bei der Entwicklung der Corona-Impfstoffe? Welche Rolle hat das Auftragslabor LPT gespielt? Wie wichtig waren tierversuchsfreie Testmethoden bei der Impfstoffentwicklung? Soll man aufgrund der durchgeführten Tierversuche auf eine Impfung verzichten? Diese und andere Fragen werden von Experten des bundesweiten Vereins Ärzte gegen Tierversuche in einer am 21.1. veröffentlichten Video-Konferenz und in einem ausführlichen Online-Artikel beantwortet.

Es kommen zu Wort: die Vorsitzende Dr. med. Ines Lenk, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie Notärztin, die Stellvertretende Vorsitzende Dr. med. vet. Corina Gericke, Tierärztin, Vorstandsmitglied Dr. med. Andreas Ganz, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinikchefarzt, Geschäftsführer Claus Kronaus und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Dilyana Filipova, Biologin und Genetikerin. … weiterlesen

Tierversuchszahlen gehen in die Höhe

Ärzteverein sieht Notwendigkeit zum Paradigmenwechsel hin zu tierversuchsfreier Forschung

Bericht: Ärzte gegen Tierversuche e.V.

2.902.348 Tiere mussten im Jahr 2019 für die tierexperimentelle Forschung herhalten und damit 77.282 Tiere mehr als im Jahr zuvor. Das geht aus der am 8.12. vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) veröffentlichten Tierversuchsstatistik hervor. Der Verein Ärzte gegen Tierversuche bezeichnet die erneut steigenden Tierversuchszahlen als „in höchstem Maß alarmierend“ und fordert von der Politik einen umgehenden Paradigmenwechsel hin zu tierversuchsfreier Forschung.

Von den 2,9 Millionen Tieren wurden 2.202.592 in Versuchen eingesetzt und 699.756 Tiere wurden zu wissenschaftlichen Zwecken wie zur Organentnahme direkt getötet. Doch auch für die in Versuchen verwendeten Tiere steht am Ende fast immer der Tod. Rund 50.000 wurden zum wiederholten Mal verwendet. Ärzte gegen Tierversuche kritisiert, dass das BMEL nur die 2,2 Millionen als Tierversuchszahl angibt und damit die tatsächliche Zahl der Tiere, die in der tierexperimentellen Forschung leiden und sterben, verschleiert und herunterspielt. Hinzu kommen die Tiere, die in der offiziellen Statistik gar nicht erst erfasst werden, wie sogenannte Ausschuss- oder Vorratstiere, die mangels Verwendung einfach getötet werden. … weiterlesen

SPD-Antrag abgelehnt – weiterhin Tierversuche in Bayern

Tierschutzpolitische Sprecherin Ruth Müller: Regierungsfraktionen lehnen Erforschung alternativer Methoden rigoros ab – Kein Herz für Tiere

Beim mangelnden Tierschutz in Bayern bleibt alles beim Alten: CSU und Freie Wähler haben im heutigen Umweltausschuss (3. Dezember) abgelehnt, Bayern zum Vorreiter für alternative Forschungsmethoden werden zu lassen. Damit stehen sie weiterhin zu Tierversuchen. Die tierschutzpolitische Sprecherinnen Ruth Müller und Martina Fehlner sowie der umweltpolitische Sprecher der Fraktion Florian von Brunn sind enttäuscht. … weiterlesen

Kritik an Max-Planck-Institut: Affengehirne durch menschliche Gene vergrößert

Statement von PETA: „Unethische Frankenstein-Experimente sofort beenden!“

Dresden / Stuttgart, 3. Dezember 2020 – Experimentatoren des Dresdner Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik und eine Forschungseinrichtung in Japan haben Weißbüschelaffen mit menschlichen Genen manipuliert. Dadurch vergrößerten sich ihre Gehirne unnatürlich. Schwangeren Affen wurden ihre Föten per Kaiserschnitt nach mehr als der Hälfte der Schwangerschaft herausoperiert. Die so isolierten Neugeborenen wurden auf Eis gelegt, geköpft und ihre Gehirne herauspräpariert – nur um festzustellen, welche Auswirkungen die menschlichen Gene auf die Gehirnentwicklung von Weißbüschelaffen haben. Biologin Anne Meinert, Fachreferentin im Bereich Tierversuche bei PETA, kommentiert:

„Die Manipulation am Genom der Weißbüschelaffen erinnert an Szenarien wie aus ‚Planet der Affen‘ oder ‚Frankenstein‘. Doch es handelt sich hier nicht um Science-Fiction, sondern um reale, tödliche Experimente aus bloßer Neugier. Es ist ethisch absolut verwerflich, in den Genen einer anderen Spezies herumzupfuschen und Babys aus dem Mutterleib herauszureißen, um sie dann zu töten und ihren Kopf abzuschneiden.

Auffallend ist zudem: Obwohl die führenden Autoren der absurden Studie am Max-Planck-Institut arbeiten, wurden alle Experimente in Japan durchgeführt, wo Experimentatoren sich selbst regulieren dürfen, ohne dass eine Behörde Mindeststandards für den Umgang mit Tieren sicherstellt, und wo nicht einmal die Anwesenheit eines Tierarztes in Laboren vorgeschrieben ist. Das ist sogenanntes ethics dumping – eine Vorgehensweise, bei der Experimentatoren Tiere in Ländern missbrauchen, in denen die Tierschutzstandards vergleichsweise gering sind. Wo auch immer auf der Welt diese Experimente stattfinden: Sie müssen sofort eingestellt werden. Damit der Ausstieg aus Tierversuchen nachhaltig gelingt, haben Wissenschaftler von PETA Deutschland in Zusammenarbeit mit ihren internationalen Partnerorganisationen einen umfassenden Leitfaden entwickelt: den Research Modernisation Deal.“


3.12.2020
PETA Deutschland e.V.
www.peta.de