Überflüssige Affenstudien zu Corona-Impfstoffen

In den USA wollen Primatenforscher Hunderte Affen opfern

Bericht: Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Primatenforscher in den USA haben sich zusammengeschlossen, um ein fragwürdiges Projekt ins Leben zu rufen. Sie wollen potenzielle Impfstoffe gegen COVID-19, die aktuell bereits am Menschen getestet werden, nun auch in einer groß angelegten Vergleichsstudie mit Affen untersuchen. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche kritisiert dieses Vorhaben, bei dem mehrere Hundert Affen leidvollen Versuchen ausgesetzt würden.

Zehn der vielversprechendsten COVID-19-Impfstoffkandidaten, die bereits in groß angelegten Humanstudien getestet werden, wollen US-amerikanische Primatenforscher nun auch parallel dazu in Affenstudien untersuchen. Die Forscher argumentieren, dass über die Humanstudien die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe nicht ausreichend beurteilt werden könne. Affenstudien seien nötig, um Wirkweise und Nebenwirkungen besser beurteilen zu können.

„Es ist selbstverständlich, dass es kein besseres Forschungsmodell für den Menschen gibt, als den Menschen selbst. Nicht ohne Grund sind bei der Medikamentenentwicklung die klinischen Testungen an menschlichen Probanden die letzte Phase vor der Zulassung“, sagt Dr. Tamara Zietek, Wissenschaftskoordinatorin bei Ärzte gegen Tierversuche. „Die Argumentation der Primatenforscher, Daten aus Humanstudien zu COVID-19-Impfstoffen seien nun nicht zuverlässig genug und müssten durch Affenstudien ergänzt oder bestätigt werden, ist daher nicht nachvollziehbar. Die Vermutung liegt nahe, dass hier eigenes Forschungsinteresse und die Akquise von Forschungsgeldern im Vordergrund stehen.“ … weiterlesen

Corona als Wendepunkt für den Ausstieg aus dem Tierversuch

Offener Brief an Klöckner und Karliczek anlässlich der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft

01.07.2020

Angesichts der Corona-Krise hat sich ein Bündnis von Tierschutzorganisationen in einem Offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und die Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek gewandt. Die Vereine, die zusammen die Kampagne „Ausstieg aus dem Tierversuch. JETZT!“ unterstützen, fordern darin mehr Forschungsgelder für tierfreie, humanbasierte Forschungs- und Testmethoden. Jetzt sei die Zeit gekommen, um den lange überfälligen Paradigmenwechsel mit einem konkreten Ausstiegsplan einzuleiten. … weiterlesen

“Nach derzeitigem Kenntnisstand ist auszuschließen, dass das Virus auf Haustiere übertragen wird”

Virologe Thomas Vahlenkamp über mögliche Gefahren für Haustiere und ihre Besitzer in der Corona-Krise

Mitteilung: Uni Leipzig

Können sich Haustiere mit dem Coronavirus infizieren? Es gibt entsprechende Berichte aus China und Belgien. Prof. Dr. Dr. Thomas Vahlenkamp (56), der Direktor des Instituts für Virologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig, gibt im Interview Antwort auf diese und andere Fragen, die Tierhalter in Zeiten der Corona-Krise beschäftigen. … weiterlesen

Petition: Pandemien verhindern – Wildtierimporte für den Heimtierhandel verbieten

PETA hat eine Online-Petition gestartet:

Der Handel mit und die Ausbeutung von Wildtieren haben nicht nur die aktuelle Corona-Krise ausgelöst, sondern in der Vergangenheit bereits zahlreiche weitere tödliche und hochansteckende Pandemien hervorgebracht – darunter die SARS-Pandemie, die Vogelgrippe H5N1, das Ebolafieber und sogar AIDS.

Um den tödlichen Kreislauf endlich zu durchbrechen, fordern 12 deutsche Tier- und Artenschutzorganisationen die Bundesregierung und die Parteien im Bundestag in einem eindringlichen Appell auf, den massenhaften und tierschutzwidrigen Import von exotischen Wildtieren für den deutschen Heimtierhandel umgehend zu verbieten (Quelle: https://www.peta.de/importverbot-exotische-wildtiere-petition)

 ⇒ den Appell lesen und die Petition unterschreiben

 

Debatte zu Tierhaltung und Pandemien nötig

Bericht: Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt

Angesichts des aktuellen SARS-CoV-2-Ausbruchs appelliert die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt an Entscheider in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, den Zusammenhang zwischen Epi- oder Pandemien und dem Konsum von Tierprodukten stärker in den Fokus zu rücken. In der Debatte um langfristige Schutzmaßnahmen vor neuen Erregern müssen Massentierhaltung als Ursache sowie die Förderung pflanzlicher Alternativen als Lösungsansatz thematisiert werden. … weiterlesen

“Menschen- und Tierrechte in Zeiten von Corona”

Am 16.3.2020 erschien im Online-Magazin GegenBlende der lesenswerte und wichtige  Artikel “Menschen- und Tierrechte in Zeiten von Corona” von Paola Cavalieri,  eine italienische Philosophin und Peter Singer, ein australischer Philosoph und Ethiker. Der Artikel befasst sich mit den Infektionsgefahren, die von asiatischen Lebendtiermärkten ausgehen, und auch mit dem dort stattfindenden tausendfachen, unendlichen Tierleid:

Menschen- und Tierrechte in Zeiten von Corona
Auf Chinas Märkten werden wie in Vietnam oder auf den Philippinen oft Tiere frisch geschlachtet. Das ist nicht nur hygienisch ein Problem und Ursache für Pandemien wie Covid-19, sondern obendrein Tierquälerei. Wenn Länder wie China Menschen und Tieren Leid ersparen wollen, muss diese Praktik sofort aufhören – und zwar weltweit. Den Artikel lesen

COVID-19: Zeit mit dem Haustier zu Hause genießen

VIER PFOTEN gibt Tipps für Beschäftigungsmöglichkeiten

Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen, spielen Haustiere eine besondere Rolle als Begleiter und Freund. Sie spenden ihren Besitzern Trost und emotionale Unterstützung, die Interaktion mit Tieren senkt das Stressniveau. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN appelliert an alle Haustierhalter, vor allem an diejenigen, die derzeit zu Hause arbeiten oder sich in Quarantäne befinden, diese Zeit positiv zu nutzen und sich jetzt besonders ausgiebig mit dem Tier zu beschäftigen. Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN, hat einige Beschäftigungs-Ideen, die allen Spaß machen, zusammengetragen: … weiterlesen