Hunde müssen schnüffeln dürfen

PETA-Expertin erklärt, warum die Nase für Vierbeiner das wichtigste Sinnesorgan ist. Mit einfachen Tricks können Hundehalter die Tiere bei der Nasenarbeit unterstützen
 
Der wichtige Riecher: Welcher Hundehalter kennt das nicht? Die Zeit drängt bei einem Spaziergang und der Vierbeiner bleibt immer wieder stehen, um zu schnüffeln. Schnell wird an der Leine gezogen und so der kurze Stopp unterbrochen. Worüber sich Menschen in der Regel kaum Gedanken machen, hat für die Tiere Konsequenzen: Sie werden bei der Informationsaufnahme gestört. Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA, erklärt, warum die Nase für Hunde so wichtig ist, warum der Hundekörper beim Schnüffeln auf Hochtouren läuft und wie Tierhalter die Vierbeiner bei der Nasenarbeit unterstützen können. … weiterlesen

Gesund durch die Feiertage – Gefahren in der Weihnachtszeit erkennen und vermeiden

Bericht: Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna)

Für Viele gehören eine prachtvolle Deko, glitzernder Christbaumschmuck und ein üppiges Festmahl zum traditionellen Weihnachtsfest. Sind jedoch Katz’ und Hund im Haus, lautet die Devise: Weniger ist mehr. Denn zerbrochene Glaskugeln, lose Geschenkbänder, weihnachtliche Pflanzendekoration oder das Mitnaschen bei Keksen und Co. können den Tieren rasch zum Verhängnis werden. Die Tipps fürs Tier der Vetmeduni Vienna zeigen, wie man Gefahren für Vierbeiner in der Weihnachtszeit vorbeugt.

Weihnachtsdeko: Weniger ist mehr … weiterlesen

“Fördert Feinstaub die Corona-Sterblichkeit? “

Am 30.11.2020 hat die “Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt” einen sehr wichtigen Beitrag zu den Hintergründen der COVID-19 Erkrankung veröffentlicht:

Fördert Feinstaub die Corona-Sterblichkeit? 

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SPD-Antrag abgelehnt – weiterhin Tierversuche in Bayern

Tierschutzpolitische Sprecherin Ruth Müller: Regierungsfraktionen lehnen Erforschung alternativer Methoden rigoros ab – Kein Herz für Tiere

Beim mangelnden Tierschutz in Bayern bleibt alles beim Alten: CSU und Freie Wähler haben im heutigen Umweltausschuss (3. Dezember) abgelehnt, Bayern zum Vorreiter für alternative Forschungsmethoden werden zu lassen. Damit stehen sie weiterhin zu Tierversuchen. Die tierschutzpolitische Sprecherinnen Ruth Müller und Martina Fehlner sowie der umweltpolitische Sprecher der Fraktion Florian von Brunn sind enttäuscht. … weiterlesen

Kritik an Max-Planck-Institut: Affengehirne durch menschliche Gene vergrößert

Statement von PETA: „Unethische Frankenstein-Experimente sofort beenden!“

Dresden / Stuttgart, 3. Dezember 2020 – Experimentatoren des Dresdner Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik und eine Forschungseinrichtung in Japan haben Weißbüschelaffen mit menschlichen Genen manipuliert. Dadurch vergrößerten sich ihre Gehirne unnatürlich. Schwangeren Affen wurden ihre Föten per Kaiserschnitt nach mehr als der Hälfte der Schwangerschaft herausoperiert. Die so isolierten Neugeborenen wurden auf Eis gelegt, geköpft und ihre Gehirne herauspräpariert – nur um festzustellen, welche Auswirkungen die menschlichen Gene auf die Gehirnentwicklung von Weißbüschelaffen haben. Biologin Anne Meinert, Fachreferentin im Bereich Tierversuche bei PETA, kommentiert:

„Die Manipulation am Genom der Weißbüschelaffen erinnert an Szenarien wie aus ‚Planet der Affen‘ oder ‚Frankenstein‘. Doch es handelt sich hier nicht um Science-Fiction, sondern um reale, tödliche Experimente aus bloßer Neugier. Es ist ethisch absolut verwerflich, in den Genen einer anderen Spezies herumzupfuschen und Babys aus dem Mutterleib herauszureißen, um sie dann zu töten und ihren Kopf abzuschneiden.

Auffallend ist zudem: Obwohl die führenden Autoren der absurden Studie am Max-Planck-Institut arbeiten, wurden alle Experimente in Japan durchgeführt, wo Experimentatoren sich selbst regulieren dürfen, ohne dass eine Behörde Mindeststandards für den Umgang mit Tieren sicherstellt, und wo nicht einmal die Anwesenheit eines Tierarztes in Laboren vorgeschrieben ist. Das ist sogenanntes ethics dumping – eine Vorgehensweise, bei der Experimentatoren Tiere in Ländern missbrauchen, in denen die Tierschutzstandards vergleichsweise gering sind. Wo auch immer auf der Welt diese Experimente stattfinden: Sie müssen sofort eingestellt werden. Damit der Ausstieg aus Tierversuchen nachhaltig gelingt, haben Wissenschaftler von PETA Deutschland in Zusammenarbeit mit ihren internationalen Partnerorganisationen einen umfassenden Leitfaden entwickelt: den Research Modernisation Deal.“


3.12.2020
PETA Deutschland e.V.
www.peta.de

Offener Brief an die EU: Kosmetik muss tierversuchsfrei bleiben

Bericht: Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

Seit 2013 gilt in der EU ein Verbot von Tierversuchen für Kosmetika. Seitdem dürfen entsprechende Versuche weder durchgeführt noch mit entsprechenden Produkten gehandelt werden. Doch dieser Meilenstein für den Tierschutz ist jetzt in Gefahr. Unter dem Deckmantel der REACH-Verordnung sollen mehrere kosmetische Inhaltsstoffe trotz des Verbots an Tieren getestet werden. Um dies zu verhindern, hat ein breites Bündnis aus Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen sowie über 450 tierversuchsfreie Kosmetikunternehmen heute einen offenen Brief an mehrere EU-Institutionen geschickt. In diesem fordern sie, das wegweisende Verbot für Kosmetik-Tierversuche einzuhalten.

Heute haben der Bundesverband Menschen für Tierrechte, viele weitere nationale und internationale Organisationen und über 450 tierversuchsfreie Kosmetikunternehmen einen Offenen Brief an EU-Parlament, EU-Kommission und den Europäischen Rat geschickt. In diesem fordern sie die EU-Institutionen auf, die EU-Kosmetikrichtlinie einzuhalten. Die Richtlinie verbietet seit 2013 Tierversuche für Kosmetika sowie die Vermarktung von an Tieren getesteten kosmetischen Produkten und Inhaltsstoffen. Die Richtlinie galt und gilt weltweit als Vorbild für die Gewährleistung der Konsumentensicherheit ohne den Einsatz von Tieren.

Kosmetische Inhaltsstoffe sollen an Tieren getestet werden
In dem Schreiben werden die Europäische Kommission und die Europäische Chemikalienagentur angeklagt, diese wegweisende Richtlinie zu untergraben. Hintergrund ist, dass unter dem Deckmantel der EU-Chemikalienverordnung „REACH“ mehrere weit verbreitete kosmetische Inhaltsstoffe dennoch an Tieren getestet werden sollen. Dies würde dazu führen, dass beispielsweise Ratten und Kaninchen, einschließlich trächtiger Tiere, in belastenden Tests dazu gezwungen werden, kosmetische Inhaltsstoffe aufzunehmen, um danach getötet und seziert zu werden.

Muss bleiben: Verbot von Tierversuchen für Kosmetik
„Schönheitsprodukte und ihre Inhaltsstoffe an Tieren zu testen, ist völlig inakzeptabel und längst überholt“, sagt Dr. Dr. Stefanie Schindler, Fachreferentin für tierversuchsfreie Verfahren beim Bundesverband Menschen für Tierrechte. „Die Tierschutzorganisationen haben zusammen mit vielen EU- Bürgerinnen und -Bürgern sowie EU-Abgeordneten lange und hart für das weltweit vorbildliche Verbot von Tierversuchen für Kosmetik gekämpft. Es darf nicht hingenommen werden, dass dieser Meilenstein für den Tierschutz nun durch die Hintertür zunichte gemacht wird!“, kritisiert die Tierärztin.

Wie in dem Brief erwähnt, geht der Trend weg vom Tierversuch. Im Jahr 2018 forderte das EU-Parlament ein weltweites Verbot von Tierversuchen für die Körperpflege (1). 84 Prozent der Befragten einer aktuellen weltweiten Umfrage gaben an, dass sie kein Kosmetikprodukt kaufen würden, das an Tieren getestet wurde (2).

Hier können Sie den Offenen Brief in englischer Sprache als PDF abrufen.

(1) https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20180426IPR02613/tierversuche-fur-kosmetika-abgeordnete-fordern-weltweites-verbot
(2) Research confirms public desire for alternatives to using animals in research – Frame


2.12.2020
Christina Ledermann
Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
www.tierrechte.de