Schluss mit Home-Office: Wohin mit dem Hund?

VIER PFOTEN gibt Tipps für eine tierfreundliche Betreuung

Im Zuge der Corona-Pandemie und der vermehrten beruflichen und privaten Zeit zu Hause, hat sich laut einer aktuellen VIER PFOTEN Studie jeder sechste Deutsche einen Hund angeschafft, die meisten davon einen Welpen. Doch wohin mit dem Tier, wenn nun nach und nach der alte Arbeitsalltag zurückkehrt? Die globale Stiftung für Tierschutz gibt Tipps, wie das Heimtier gut versorgt bleibt, wenn Herrchen und Frauchen plötzlich weniger Zeit haben.

Hund mit zur Arbeit nehmen 
Grundsätzlich gilt: Ein Hund sollte  nur nach reiflicher Überlegung angeschafft werden. Ein voller Arbeitstag ist zu lang, als dass ein Hund unbeaufsichtigt bleiben kann. Fragen Sie deshalb Ihren Arbeitgeber, ob Sie Ihren Hund mitbringen dürfen. „Es lohnt sich immer zu fragen und mit den Vorgesetzten zu sprechen. Bereiten Sie sich auf das Gespräch vor und zeigen Sie die Vorteile auf. Ein Hund am Arbeitsplatz wirkt stresssmindernd und kann das gesamte Arbeitsklima positiv beeinflussen“, sagt Sarah Ross, Expertin für Heimtiere bei VIER PFOTEN. Wichtig ist auch die Kolleg:innen über den tierischen Bürobegleiter zu informieren und so möglichen Konflikten vorzubeugen. „Manche Menschen haben Angst vor Hunden oder reagieren allergisch, zum Beispiel auf Hundehaare. Solche Punkte sollten im Vorfeld abgeklärt werden“, so Sarah Ross. 

Wenn mehrere Mitarbeiter:innen ihren Hund mitbringen, ist es ratsam, sich abzusprechen. Im Idealfall sollten sich die Hunde außerhalb des Büros erst einmal kennenlernen und beschnuppern können. „Hunde sollten am Arbeitsplatz nicht wild herumrennen und im Idealfall einen eigenen, festen Platz bekommen. Grundsätzlich ist es im Büro unabdingbar, dass sich die Tiere ruhig verhalten und die Arbeitsroutine nicht stören. Viele Hundeschulen bieten Trainings an, um Hunde auf einen Alltag im Büro vorzubereiten“, so die VIER PFOTEN Expertin.  

Betreuung finden 
Besteht die Option nicht, den Hund mit ins Büro zu nehmen, muss man rechtzeitig ein tierfreundliches Betreuungskonzept finden. „Fragen Sie zunächst im Bekannten-, Familien- und Freundeskreis, ob sich jemand in Ihrer Abwesenheit um den Hund kümmern kann. Im Idealfall kennt und mag der Hund seinen Hundesitter“, so Sarah Ross. Findet sich niemand, kann man versuchen, mit anderen Hundebesitzer:innen Arrangements zu finden und gegenseitig auf die Tiere aufzupassen. Auch Hundetagesstätten (Hutas) oder professionelle Gassigänger:innen bieten Betreuung an. „Ganz gleich ob Huta oder eine andere Betreuungsart – man sollte sich und den Hund immer rechtzeitig und in Ruhe mit der neuen Situation vertraut machen und sein Tier nicht einfach in fremde Hände geben.“ 

Alleinsein üben
Hunde lieben es, mit ihren Menschen Zeit zu verbringen. Aufgrund der Beschränkungen und Auflagen konnten die meisten Hundehalter:innen in den vergangenen Monaten viel Zeit mit ihrem Vierbeiner verbringen. Grundsätzlich ist es für Hunde aber auch wichtig, allein bleiben zu können. „Viele Hunde sind durch den Lockdown daran gewöhnt, immer einen Menschen um sich zu haben. Und selbst wenn der Hund in der Vergangenheit grundsätzlich gut allein bleiben konnte, muss man ihn wieder langsam an den neuen, alten Alltag heranführen“, rät Sarah Ross. „Trainieren Sie über mehrere Tage verteilt immer größere Zeitperioden, in denen Ihr Hund allein ist. Damit er sich nicht zu schnell langweilt und um die Trennung zu erleichtern, kann man dem Tier eine Beschäftigung anbieten. Dazu eignen sich Spielzeuge, die man mit Futter befüllen kann. Allerdings sollte kein Hund länger als vier Stunden alleine bleiben.“


25.5.2021
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
www.vier-pfoten.org
Bild von Martine Auvray auf Pixabay 

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