Bettgeschichten

johnny_automatic_fleamf – Es ist ein offenes Geheimnis: In deutschen Betten tummeln sich nicht nur Zweibeiner. Unzählige Tierbesitzer teilen ihr Nachtlager Waldi, Miez und Co. Besonders Kinder lieben es natürlich, nachts statt mit einem Teddybären mit einem warmen lebendigen Plüschtier zu kuscheln.

Das lange und hartnäckig aufrecht erhaltene Vorurteil, Hunde würden den Respekt vor ihrer Herrschaft verlieren, wenn sie deren Schlaflager teilen dürfen, ist inzwischen widerlegt worden. Sofern die Beziehung zwischen Herrchen, Frauchen und Hund intakt ist, wird kein Hund zur Dominanzbestie, wenn er nachts auf Augenhöhe mit seinen Besitzern schlafen darf. Insofern spricht nichts dagegen, sich nachts eine Wärmflasche mit Ohren unter die Decke zu holen. 

Nur: Der Hund oder die Katze sind oft nicht die einzigen Tiere, die die Matratze toll finden. Die Gefahr, dass man sich zusätzlich weit weniger kuschelige Mitschläfer wie Zecken oder Flöhe mit ins Bett holt, ist nicht von der Hand zu weisen. Gerade im Herbst, der ja nun vor der Tür steht, haben Flöhe Hochkonjunktur, und der Hundehalter, der behauptet, sein Tier habe noch nie im Leben einen Floh mitgebracht, braucht entweder eine Brille oder er hat in seiner Wohnung so viel Gift versprüht, dass man sie nur noch mit Gasmaske betreten kann.

Natürlich gibt es auf dem Markt genügend gut erprobte chemische Mittel gegen das Ungeziefer. Aber mal ehrlich – wer möchte schon nachts gerne Insektizide einatmen? Gerade bei Kindern, die ja intensiv mit ihren Tieren schmusen, hätte ich da kein so gutes Gefühl.

Wer auf die chemische Keule verzichten will, dem bleibt eigentlich nur eines: Intensive Fellpflege und Sauberkeit im Haus. Bevor der Hund oder die Katze ins Bett darf, ist der Flohkamm dran. Solange Hund und Katz sich nicht kratzen, kann man zwar in der Regel davon ausgehen, dass kein Flohbefall besteht, aber Kontrolle ist besser. Regelmäßiges Staubsaugen reduziert das Vorhandensein von ungebetenen Gästen in der Wohnung drastisch, und wenn man dann noch regelmäßig alle Tierdecken und -kissen wäscht, hat man eine gute Prophylaxe betrieben.

Sollte sich aber doch mal etwas in Waldis Fell tummeln, braucht man nicht gleich in Panik zu verfallen oder den Kammerjäger kommen lassen. Es gibt inzwischen auch viele biologische Mittel, die Flöhe und Zecken nicht schätzen. Bei meinen Tieren habe ich gute Erfahrungen mit „cd Vet Abwehrkonzentrat“ gemacht. Für Katzen gibt es das „Abwehrkonzentrat mild“ ohne Teebaumöl.
Auch eine Behandlung mit EM (effektiven Mikroorganismen) kann gegen Ungezieferbefall schützen. Viele Hundebesitzer schwören auf Knoblauch im Futter, aber das vertragen nicht alle Vierbeiner. Besser toleriert wird oft Bierhefe, den Geruch scheinen viele Krabbelviecher nicht so toll zu finden. Wer gerne mit Bachblüten arbeitet, kann seinem Tier Crab Apple geben, manchmal hilft's.

Homöopathisch kann man seinen Tieren  vorbeugend Sulfur verabreichen, das hat eine reinigende Wirkung auf das ganze Hautmilieu. Bei Flohbefall können Psorinum oder auch Pulex irritans hilfreich sein. Eine Gewähr für all diese Tipps kann ich natürlich nicht abgeben.

©mf
 

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